Neuer Name, erweiterte Mission: Die Deutsche Gartenbaubibliothek
Die in die Universitätsbibliothek der TU Berlin integrierte Spezialbibliothek für Gartenliteratur, bisher bekannt als „Bücherei des Deutschen Gartenbaues“, trägt nun den Namen Deutsche Gartenbaubibliothek. Dieser Umbenennung ging ein Beschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Trägervereins im März dieses Jahres voraus.
Der neue Name soll die nationale Bedeutung der Einrichtung hervorheben. Gleichzeitig soll vermieden werden, den Eindruck zu erwecken, dass ausschließlich deutschsprachige Literatur gesammelt wird oder die Bibliothek aus Bundesmitteln finanziert wird. Die Gründung der Bibliothek erfolgte bereits im Jahr 1936. Seit 1965 ist sie als Dauerleihgabe an der TU Berlin angesiedelt und wird seither gemeinsam mit dem Verein kontinuierlich erweitert.
Umfang und Bedeutung der Sammlung
Die Deutsche Gartenbaubibliothek umfasst unter anderem die Literaturbestände des ehemaligen Reichsverbandes des deutschen Gartenbaus sowie der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft (DGG). Mit über 50.000 Bänden zählt sie zu den größten Sammlungen von Gartenliteratur in Europa. Sie bietet sowohl Fachleuten als auch Freizeitgärtnern Zugang zu aktuellen Erkenntnissen und historischem Wissen aus allen gartenbaulichen Sparten und der Gartenkunst.
Besonders hervorzuheben sind die pomologische Literatur sowie der umfassende Bestand an historischen Zeitschriften. Alle Buch- und Zeitschriftentitel sind im Online-Katalog der Universitätsbibliothek, dem „Wissensportal Primo“, verzeichnet. Neben der Erhaltung und Erweiterung der Bestände liegt ein Schwerpunkt der Gartenbaubibliothek auf deren inhaltlicher Erschließung.
Digitale Angebote und Zugänglichkeit
Einzigartige Dokumentationskarteien enthalten etwa 400.000 Literaturhinweise. Seit 2004 werden wichtige Bestände digitalisiert und online zugänglich gemacht. Die Linkliste „Digitalisierte historische Gartenliteratur“ ermöglicht den Zugriff auf weltweit online verfügbare gartenbauliche Werke. Kürzlich wurde zudem die virtuelle Sammlung „European Nursery Catalogues“ vom Verein initiiert.
