Moorbodenschutz als entscheidender Klimaschutzfaktor
Hans Joosten hat wie kein anderer seit Jahrzehnten den wissenschaftlichen Blick auf ein Ökosystem gelenkt, das uns im Kampf gegen den Klimawandel vielseitig und herausragend unterstützt: Intakte Moore holen schädliches CO2 aus der Atmosphäre und speichern den Kohlenstoff im Torf. Hans Joosten ist ein gefragter Experte, wenn es um den Moorbodenschutz geht. Auch als Bundesministerium arbeiten wir mit seinem Greifswalder Moor Centrum zusammen. Denn für uns ist klar: Moorbodenschutz ist Klimaschutz. Deshalb haben wir mit den Bundesländern eine Zielvereinbarung zum Moorbodenschutz erarbeitet, die demnächst unterzeichnet wird. Bis zum Jahr 2030 wollen wir so die jährlichen Treibhausgasemissionen aus Moorböden um fünf Millionen Tonnen CO2-Äquivalent reduzieren.
Zur Erreichung dieses Ziels sollen landwirtschaftliche Flächen oder Wälder wiedervernässt werden, um den Torf als natürlichen Kohlenstoffspeicher zu erhalten. Um die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen weiterhin zu ermöglichen, sollen neue Produktionsverfahren und Wertschöpfungsketten etabliert werden. Für die Wiedervernässung trockengelegter Moorböden sind bis 2025 330 Millionen Euro vorgesehen. Diese Mittel decken die Planung, Umsetzung und Neuausrichtung der Flächennutzung ab.
Wir wissen: landwirtschaftliche Nutzung und Moorbodenschutz können zusammen gehen. Diesen pragmatischen wie auch wissenschaftlichen Blick hat auch Hans Joosten. Seine große Expertise trägt maßgeblich zu einer Versachlichung der Debatte um den Klimaschutz bei.
