Einweihung des neuen Bundeszentrums in Berlin-Neukölln
Der Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V. (BKD) eröffnet am 27. August 2024 sein neues Bundeszentrum in der Hermannstraße in Berlin-Neukölln. Die Eröffnung wird mit einem Gartenfest begangen, zu dem Vertreter des Kleingartenwesens sowie Bundesministerin Klara Geywitz und der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel erwartet werden.
Mit der Wahl des Standortes kehrt das Kleingartenwesen an den Gründungsort seines ersten deutschen Dachverbandes, des RVKD e. V., zurück. Dieser wurde am 15. Mai 1921 im Rathaus Neukölln gegründet. Das neue Bundeszentrum dient als Ausstellungszentrum zur Zukunft der Kleingärten, als Bildungs- und Seminarhaus sowie als Tagungs- und Veranstaltungsort. Es beherbergt zudem die Geschäftsstellen des BKD und der Deutschen Schreberjugend e. V. Ab Frühjahr 2025 soll ein „Grünes Klassenzimmer“ im Außenbereich Schulklassen und weiteren Interessierten offenstehen. Das Gebäude wurde in Holzbauweise errichtet und erhielt eine 90-prozentige Bundesförderung.
Dauerausstellung „Stadt | Natur | Mensch“
Parallel zur Eröffnung des Bundeszentrums wird die neue Dauerausstellung „Stadt | Natur | Mensch“ eröffnet. Auf etwa 160 Quadratmetern beleuchtet sie die Geschichte, die aktuelle Bedeutung und die Potenziale von Kleingärten als Bestandteil des Stadtgrüns. Themenschwerpunkte sind Biodiversität, naturnahe Gartenbewirtschaftung und Stadtentwicklung. Besucher können die Ausstellung individuell oder in Gruppen erkunden und Exponate multisensorisch erleben, etwa den Geruch von Asphalt, die Wärme eines Komposthaufens oder die Geräusche von Regenwürmern.
Europäische Fachtagung „Kleingärten in Europa: Grün für alle“
Der BKD, Mitglied der Fédération Internationale des Jardins Familiaux, richtet in diesem Jahr den Internationalen Fachkongress aus. Vom 26. bis 29. August 2024 kommen hierzu Vertreter europäischer Partnerorganisationen sowie Gäste aus Politik, Kommunal- und Landesverwaltung und Wissenschaft im neuen Bundeszentrum zusammen. Der Kongress, der seit 1927 regelmäßig stattfindet und nun zum 39. Mal ausgerichtet wird, fördert den internationalen wissenschaftlichen Diskurs zu Themen wie Klimawandel, Stadtplanung und Biodiversität.

