Ministerin betont Digitalisierung, Innovation und Startups als Treiber der Bauwirtschaft
Auf der Tech in Construction 2026 hat Bundesbauministerin Verena Hubertz die Bedeutung von Digitalisierung, Innovation und Gründertum für die Zukunft der Bauwirtschaft hervorgehoben. Als Schirmherrin der Veranstaltung würdigte sie insbesondere Startups, die mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen Impulse für die Weiterentwicklung der Branche geben.
In ihrer Rede verband die Ministerin ihre Erfahrungen als Unternehmerin mit den aktuellen Herausforderungen der Bauwirtschaft. Fortschritt entstehe dort, wo Menschen bereit seien, neue Wege zu gehen und Verantwortung zu übernehmen.
Vier Ziele für die Baupolitik
Mit Blick auf die Vorhaben der Bundesregierung formulierte Hubertz vier zentrale Ziele für die Bauwirtschaft. Bauen müsse schneller, günstiger, nachhaltiger und digitaler werden. Dazu verwies sie auf den Bauturbo zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie auf weitere Reformen des Baugesetzbuchs.
Gleichzeitig soll die Digitalisierung der Planungsprozesse weiter vorangetrieben werden. Dazu gehören digitale Planungsstandards wie XPlanung sowie ein verbindlicherer Einsatz von Building Information Modeling (BIM).
Effizientere Planungs- und Bauprozesse
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Senkung der Baukosten. Vereinfachte Bauvorschriften, der Gebäudetyp E sowie der Abbau bürokratischer Hürden sollen Planungs- und Bauprozesse effizienter gestalten. Ergänzend setzt die Bundesregierung auf langfristige Investitionen in den Wohnungsbau und eine vereinfachte Förderlandschaft.
Startups als Innovationstreiber
Nach Einschätzung der Ministerin verfügt die Bauwirtschaft über großes Innovationspotenzial, nutzt digitale Technologien bislang jedoch nicht konsequent genug. Anwendungen wie Künstliche Intelligenz, automatisierte Prozesse, digitale Plattformen und neue Fertigungstechnologien könnten Produktivität, Qualität und Nachhaltigkeit deutlich verbessern.
Voraussetzung dafür sei eine enge Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und jungen Technologieanbietern. Gleichzeitig sprach sich Hubertz für einen leichteren Zugang zu Wachstumskapital aus, um innovative Unternehmen langfristig am Standort Deutschland zu halten.
Wandel aktiv gestalten
Zum Abschluss appellierte die Bundesbauministerin an Unternehmen und Gründer, den Transformationsprozess aktiv mitzugestalten. ConstructionTech sei ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Bauwirtschaft und leiste einen Beitrag zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, bezahlbarem Wohnraum und einer nachhaltigen Infrastruktur.

