Die landschaftsgärtnerischen Disziplinen im Wettbewerb
Insgesamt traten elf Schülerteams in sieben Disziplinen an, die verschiedene Tätigkeitsbereiche des Landschaftsgärtners abbildeten. Gefragt waren handwerkliches Geschick beim Pflastern einer Miniterrasse und dem Bau eines Pflanzenbretts aus Holz. Weitere Stationen der Olympiade prüften räumliches Vorstellungsvermögen, mathematische Kenntnisse und allgemeines Fachwissen. Die kreativen Beiträge zur Schulhofgestaltung wurden als überwältigend beschrieben.
Eine Herausforderung stellte die Zuordnung von zehn Pflanzen anhand ihrer Wuchsform, Blüten und Blätter dar. Die Schüler kommentierten scherzhaft, dass ihnen diese Pflanzen auf ihrem Schulhof noch nicht begegnet seien, was auch ein Grund für ihre Teilnahme am Wettbewerb gewesen sei. Das Bundessiegerteam, bestehend aus Hendrik Büker, Matthis Neufeld und Marlon Husstegge, erhielt einen Geldbetrag von 5.000 Euro, gestiftet vom Ausbildungsförderwerk GaLaBau e. V.
Mit dieser Unterstützung und der Hilfe von Experten für Garten- und Landschaftsbau können die Schüler ihre Pläne für mehr Grün auf dem Schulhof umsetzen. Die zweit- und drittplatzierten Schulen erhalten jeweils einen „Baum des Jahres 2011“, eine Elsbeere, für ihren Schulhof.
Mehr Grün für Schulhöfe – Der Wettbewerb
Der Schülerwettbewerb „Unser Schulhof – wir sehen rot GRÜN“ richtete sich an die Jahrgangsstufen 7 bis 10 allgemeinbildender Schulen in ganz Deutschland. Initiator war das Ausbildungsförderwerk des GaLaBaues (AuGaLa), das auf Landesebene von den (Fach-)Verbänden des GaLaBaues vertreten wird. Die Teilnehmer waren aufgefordert, eine kreative Gemeinschaftsaktion mit einem aussagekräftigen Foto und einem kurzen Text einzureichen, der den Bedarf an mehr Grün auf ihrem Schulhof darlegte.
Durch gute Ideen und etwas Glück konnten sich Teams auf Landesebene qualifizieren und anschließend im Dreier-Team am Bundeswettbewerb teilnehmen.
Bedarf an gestaltetem Schulumfeld
Die hohe Beteiligung am Wettbewerb zeigte einen großen Bedarf an nutzbar gestalteten Schulumfeldern. Alexander Mock, Ausbildungsbeauftragter der Landschaftsgärtner aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland, betonte bei der Begrüßung der Teilnehmer:
Schüler brauchen ein nutzbar gestaltetes Umfeld, um sich ihren Bedürfnissen gemäß verhalten und entwickeln zu können. Dazu gehören für die jüngeren Schüler Raum für Bewegung und Aktivitäten und für die älteren Semester vor allem Sitzgelegenheiten und Rückzugsmöglichkeiten.
Siegerehrung im „Haus der Landschaft“
Die Siegerehrung fand um 15.15 Uhr statt. Rafael Carentz, Präsident des Landesverbandes Rheinland-Pfalz und Saarland, überreichte allen Teilnehmern eine Urkunde. Die drei erstplatzierten Teams erhielten Medaillen für ihre Leistungen in den Tätigkeitsbereichen der Landschaftsgärtner. Er hob hervor:
Wir sind davon überzeugt, dass alle Beteiligten diesen Wettbewerb in guter Erinnerung behalten werden und viel über den Beruf des Landschaftsgärtners erfahren haben.