Radlader

Cat Radlader 966KXE: Effizienz und Zuverlässigkeit im Dauereinsatz

Nach 25.500 Betriebsstunden und vier Millionen Tonnen bewegtem Material geht der bewährte Cat Radlader 966H der Kieswerke Andresen in den Ruhestand. Sein Nachfolger, der Cat 966KXE, verspricht noch mehr Effizienz und geringeren Kraftstoffverbrauch, um die hohen Anforderungen im Dauereinsatz zu erfüllen.

Ein Generationswechsel bei den Kieswerken Andresen

Die Kieswerke Andresen in Damsdorf haben nach sieben Jahren und 25.500 Betriebsstunden ihren bewährten Cat Radlader 966H in den Ruhestand geschickt. Das Gerät hatte in dieser Zeit rund vier Millionen Tonnen Material bewegt, was etwa 160.000 Lkw-Ladungen entspricht. Geschäftsführer Ludwig Andresen zeigte sich äußerst zufrieden mit der Leistung des Radladers, der im Zwei-Schicht-Betrieb Kies und Sand verladen sowie Mischanlagen beschickt hatte.

Der Nachfolger, ein neuer Cat 966KXE, steht bereits bereit, um die hohen Erwartungen zu erfüllen. Ludwig Andresen hob die außergewöhnliche Laufleistung des Vorgängers hervor: Die 25.500 Betriebsstunden entsprächen einer Fahrleistung von rund 200.000 Kilometern. Im Vergleich dazu würde ein Lkw mit gleicher Betriebsstundenzahl etwa 1,5 Millionen Kilometer zurücklegen. Ulrich Schwake, Konzernkundenleiter bei Zeppelin, bestätigte, dass Radlader in Gewinnungsbetrieben Laufzeiten von bis zu sieben Jahren und Betriebsstunden von 30.000 erreichen können.

Die Wartung des Cat 966H war über die gesamte Einsatzzeit hinweg minimal. Hauptaggregate, Achsen und Getriebe blieben im Originalzustand und funktionierten einwandfrei. Lediglich die Hydraulik erforderte einmal eine Instandsetzung. Nach 17.000 Betriebsstunden wurden die vier Reifen erneuert und die Schaufel aufgrund von Verschleiß überholt. Die Betriebskosten, insbesondere der Kraftstoffverbrauch, wurden genau dokumentiert.

Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch des alten Modells lag bei 17 Litern pro Stunde, was damals als guter Wert galt. Über die gesamte Einsatzzeit summierte sich dies auf 430.000 Liter Kraftstoff. Der neue Cat 966KXE soll hier deutliche Verbesserungen erzielen. Er ist mit einer Motorstoppautomatik ausgestattet, die das Gerät bei Nichtgebrauch nach wenigen Minuten abschaltet. Die moderne Baumaschinentechnik verspricht eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs um bis zu 25 Prozent.

Das neue stufenlose, leistungsverzweigte Getriebe des Cat 966KXE wurde speziell entwickelt, um den Kraftstoffverbrauch zu senken, ohne die Leistung zu beeinträchtigen. Dies ist ein wichtiges Kriterium für die Kieswerke Andresen, die zur Heidelberger Sand und Kies GmbH gehören. Nina Heinrich, zuständig für den Einkauf beim Baustoffhersteller, betonte: "Unser Ziel ist es, mit dem neuen Radlader die Verladeleistung beizubehalten und dabei den Energieeinsatz zu begrenzen."

Der neue Motor erfüllt die EU-Emissionsgrenzwerte der Stufe IIIB und trägt somit zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei. Auch in anderen Bereichen setzt das Unternehmen auf Effizienz: Vor zwei Jahren wurden die Stromaggregate stillgelegt und durch neue Stromleitungen ersetzt; eine Photovoltaikanlage soll künftig den Strombedarf decken. Neben der Effizienz ist die Zuverlässigkeit ein entscheidender Faktor.

Die Zuverlässigkeit des Vorgängermodells zeigte sich in den seltenen Werkstattbesuchen. Lediglich 32 Inspektionen wurden vom Zeppelin Service der Niederlassung Hamburg durchgeführt. Die beiden Fahrer Thomas Burk und Henning Sachau trugen maßgeblich zur Langlebigkeit des Geräts bei. Sie achteten penibel auf Sauberkeit und Wartung. "Viele Fahrer machen den Fehler und arbeiten bei geöffneter Türe oder offenem Fenster. Dass sich da dann Staub in jeder Ritze breit macht, ist logisch. Bei uns gibt es so etwas nicht. Wir haben immer einen Lappen dabei, mit dem wir gleich den Dreck wegwischen, damit sich dieser erst gar nicht festsitzen kann. Außerdem machen wir auch keine Brotzeit in unserer Kabine und lassen den Müll herumliegen", erklärten sie.

Die Kabine des alten Radladers war trotz der 25.500 Betriebsstunden makellos. Die Fahrer müssen sich nun an den neuen Cat 966KXE gewöhnen, der einen leiseren, größeren und vollklimatisierten Arbeitsplatz bietet. Zur Ausstattung gehören ein luftgefederter Sitz, eine Waage, Funk, elektrisch verstellbare Rückspiegel und eine Zentralschmieranlage. Werksleiter Alexander Lücke unterstrich: "Abstriche beim Komfort muss hier niemand machen. Unsere Fahrer sollen sich ganz auf ihre Arbeit konzentrieren."

Eine Neuerung ist die Joystick-Lenkung, an die sich die Fahrer noch gewöhnen müssen. "Das ist eine Umstellung und erfordert Übung. Bei dem alten Gerät saß jeder Handgriff", ergänzte Thomas Burk. Das neue stufenlose, leistungsverzweigte Getriebe ermöglicht fließende Gang- und Lastwechsel. Eine Hydraulikpumpe und ein Hydraulikmotor sorgen für ein reibungsloses Übersetzungsverhältnis zwischen Motordrehzahl und Maschinengeschwindigkeit. Diese Technologie kommt erstmals bei HeidelbergCement zum Einsatz. Nina Heinrich erklärte, dass die internen Testergebnisse dieser Maschine für zukünftige Ausschreibungen berücksichtigt werden.

21.01.2014

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