Aufwertung der Hauptgeschäftsstelle als Initialzündung für das Quartier
Die Umgestaltung der eigenen Hauptgeschäftsstelle von 2010 bis 2011 diente als Initialzündung für die Aufwertung eines innerstädtischen Bereichs. Ein neu geschaffener Aufenthaltsbereich mit Bodenbelag und Mobiliar aus Travertin soll als Ausgangspunkt für zukünftige Projekte in der Umgebung dienen. Wolfram Stock vom beauftragten Büro Stock Landschaftsarchitekten beschreibt die Herausforderung, die ursprüngliche Gebäuderückseite mit Garagen und Stellplätzen in eine attraktive „Vorderseite“ mit hoher Aufenthaltsqualität zu verwandeln.
Dafür wurde ein Freiraum geschaffen, der trotz begrenzter Größe eine großzügige Flächenwirkung entfaltet. Dies wird durch den flächig verlegten Travertinbelag erreicht. Stock begründet die Wahl des Steins damit, dass Travertin in Jena eine lange Tradition als heimischer Stein besitzt und in Thüringen weiterhin gewonnen wird. Die helle Farbe des Travertins verleiht dem Bereich eine mediterrane Ausstrahlung, die zur optischen Aufwertung von Freiflächen beiträgt. Die schlichten, klaren Formen des Mobiliars bilden einen Kontrast zur historischen Fassade des Gebäudes und stellen eine zeitgemäße Ergänzung dar. Für den Außenbereich wurden rund 200 m² Travertin-Bodenplatten verlegt.
Produkteinsatz und Herkunft des Natursteins
Ergänzt wird die Gestaltung durch zwölf Sitzblöcke, sechs Banksockel und einen Trinkbrunnen. Alle Elemente stammen von dem thüringischen Unternehmen Traco, das auf eine über 100-jährige Tradition in der Natursteingewinnung und -herstellung zurückblickt und über eigene Steinbrüche in Deutschland verfügt.
Der in Jena verwendete Travertin stammt aus dem Steinbruch Weimar-Ehringsdorf. Durch die Integration von Sitzelementen und einem Trinkbrunnen entstand aus der ehemaligen Gebäuderückseite ein halböffentlicher Aufenthaltsbereich, der auch von den Bewohnern des Stadtteils genutzt wird.
Mit der Neugestaltung der jenawohnen-Hauptgeschäftsstelle haben wir den Grundstein dafür gelegt, dass das gesamte Quartier in den kommenden Jahren eine Aufwertung erfahren und ein angenehmes Wohnumfeld entstehen kann.
Dies fasst jenawohnen-Geschäftsführer Stefan Wosche-Graf die Bedeutung des Projekts zusammen.
