Strategische Neuausrichtung und Händlerstärkung in der Landtechnik
Titan Machinery Deutschland, seit 2018 in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern tätig, wird sich ab dem 1. Januar 2026 auf seine Kerngebiete in Europa und weltweit konzentrieren. Die Gebietsübergabe an die Wüstenberg-Gruppe und die Agrartechnik Vertrieb Sachsen, beides New Holland Händler, wurde gemeinsam mit CNH geregelt.
Die Agrartechnik Vertrieb Sachsen GmbH mit Sitz in Ebersbach erweitert durch diese Übernahme ihre Position als Landmaschinenhändler in Sachsen und dem südlichen Brandenburg. Das Unternehmen ergänzt sein Angebot um die Marken Case IH und STEYR, die ebenfalls zu CNH gehören. Die Übernahme umfasst Regionen, die sich weitgehend mit dem bisherigen New Holland-Stammgebiet der Agrartechnik Vertrieb Sachsen GmbH decken. Ziel ist der Aufbau eines dichteren Service- und Vertriebsnetzes für die Landwirtschaft in dieser Kernregion. Die Agrartechnik Sachsen übernimmt den Standort Burkau mit Gebäuden, Ersatzteillager und Maschinenpark sowie einen Großteil des Verkaufs- und Serviceteams.
Mehrmarken-Strategie und Händlerstärkung
Diese Akquisition im Rahmen eines Asset Deals ist Teil der Multi-Brand-Strategie von CNH. Diese Strategie zielt darauf ab, die Kundennähe und Servicequalität durch die Stärkung regionaler Händlerpartnerschaften und die Fokussierung auf Markenpotenziale zu optimieren. Die Wüstenberg-Gruppe mit Sitz in Börm, die bereits Niederlassungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit der CNH Marke New Holland betreibt, erweitert ihr Produktportfolio ebenfalls um die Marken Case IH und STEYR in Mecklenburg-Vorpommern.
Marc Peter Bormann, Geschäftsführer von CNH Industrial Deutschland, kommentiert: „Mit diesem großen Schritt konnte das erste Projekt der neuen CNH Multi-Brand-Strategie durch die Unterstützung unseres globalen Partners Titan Machinery mustergültig umgesetzt werden. Damit können unsere gebietsübernehmenden Händler bei gleichzeitig besserer Marktbearbeitung größere Wirtschaftlichkeit erzielen, was zu einer noch stärkeren Kundenzufriedenheit führt.“
Stefan Sprock, Geschäftsführer der CNH Industrial Deutschland GmbH und Verantwortlicher für die Händlernetzentwicklung, ergänzt: „Die Umsetzung der neuen Multi-Brand-Strategie ist ein wichtiger Pfeiler für den zukünftigen Erfolg unserer Marken New Holland, Case IH und STEYR im deutschen Markt. Ein Modell, das für uns keine Blaupause für alle Händler ist, sondern eine neue zusätzliche Option darstellt. Sowohl die Agrartechnik Vertrieb Sachsen GmbH als auch die Wüstenberg-Gruppe sind seit vielen Jahren verlässliche und starke Partner mit einer hohen Kundenbindung. Wir sind überzeugt, dass diese Konsolidierung unsere Marktpräsenz weiter stärkt, den Service für unsere Kunden auf ein neues Niveau hebt und neue Impulse für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft in dieser bedeutenden Agrarregion setzt. Wir haben mit dieser Inhouse-Lösung dort eine tragfähige Neuordnung geschaffen.“
Erweiterung des Angebots und Kundenbetreuung
Dr. Marcus Bertelsmeier, Geschäftsführer der Agrartechnik Sachsen, sieht die Übernahme als Meilenstein für sein Unternehmen: „Durch die Ergänzung unseres Portfolios um die starken Marken Case IH und STEYR können wir unseren Kunden in der Region nun eine noch breitere Palette an hochwertiger Landtechnik und digitalen Lösungen anbieten.“ Ralph Bertelsmeier ergänzt: „Wir freuen uns sehr, mit dem Standort Burkau eine Mannschaft mit hoher Fachkompetenz in unser Unternehmen integrieren zu können.“
Holger und Momme Wüstenberg, Geschäftsführer der Wüstenberg Landtechnik GmbH & Co. KG, betonen die Vorteile der Mehrmarken-Strategie: „Die Drei-Marken-Strategie von CNH bietet uns durch höhere Gesamtmarktanteile die Möglichkeit, größere Profitabilität in die betroffenen Standorte zu bringen, die wir wieder reinvestieren können, um letztendlich unsere Kunden besser zu versorgen und höhere Marktanteile der einzelnen Marken zu erzielen.“ Christian Runge, Geschäftsführer der Wüstenberg Landtechnik in Jördensdorf, fügt hinzu: „Auch unsere jüngste Gebietserweiterung durch die Übernahme des Standortes in Klein-Bünzow wird entscheidend dazu beitragen.“
Christian Mitterdorfer, Europa-Geschäftsführer, und Heiko Voss, Geschäftsführer von Titan Machinery Deutschland, fassen zusammen: „Dieser Schritt ist das Ergebnis konstruktiver Gespräche und eine klare Ausrichtung auf die strategischen Vorgaben von CNH. Die Konzentration der Marken Case IH und STEYR in den Händen von so etablierten und regional verwurzelten Partnern garantieren unseren Kunden weiterhin eine hervorragende Betreuung und ermöglichen Titan Machinery, sich auf andere strategische Wachstumsfelder in anderen Märkten zu konzentrieren.“
