Wassertrüdingen: Eine Gartenschau für Stadtentwicklung und Ökologie
Die Regionalgartenschau in Wassertrüdingen, die vom 24. Mai bis zum 8. September stattfindet, verbindet Stadtentwicklung und Ökologie. Dies betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber anlässlich der Auftaktpressekonferenz im mittelfränkischen Wassertrüdingen.
Die Veranstaltung, die unter dem Motto "Vom Glück, einen Schatz zu finden" steht, schafft neue Grün- und Erholungsanlagen im Norden und Süden der Stadt. Diese "grünen Oasen" sollen Klimaschutz und Artenschutz in den urbanen Raum integrieren und somit die Lebensqualität der Bewohner verbessern.
Artenschutz ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit: Stadt und Land, Staat, Kommunen, Landwirtschaft und Bürger sind jetzt gleichermaßen gefordert, die Trendwende für mehr Artenvielfalt einzuleiten. Die Gartenschau in Wassertrüdingen zeigt vorbildlich, wie das in der Praxis aussehen kann.
Die Gartenschau umfasst drei Hauptbereiche: den Wörnitzpark, den Landschaftspark Klingenweiher sowie den Weg durch die Innenstadt Wassertrüdingens. Neben den ökologischen Aspekten trägt die Gartenschau auch zum Hochwasserschutz bei. Es wurden neue Deiche, Mauern und mobile Elemente auf einer Länge von zwei Kilometern errichtet. Diese Maßnahmen schützen die Bevölkerung vor einem 100-jährlichen Hochwasser der Wörnitz und des Lentersheimer Mühlbaches. Zusätzlich wurden vier Pumpwerke installiert, die bei Hochwasser Niederschlagswasser aus dem Stadtgebiet ableiten.
Das Umweltministerium beteiligt sich zusammen mit der EU mit knapp 2,56 Millionen Euro an den Investitionen für die Regionalgartenschau in Wassertrüdingen.
Förderung von Gartenschauen in Bayern
Ab dem Jahr 2022 werden Gartenschauen in Bayern mit bis zu 5 Millionen Euro gefördert. Die angepassten Förderrichtlinien sollen Kommunen einen stärkeren Anreiz bieten, solche Veranstaltungen auszurichten. Bayern nimmt mit dieser erweiterten Förderung eine führende Position unter den deutschen Bundesländern ein.
Seit 1980 hat das Umweltministerium Landes- und Regionalschauen mit rund 70 Millionen Euro unterstützt. Durch diese Veranstaltungen, darunter Landesgartenschauen und Regionalschauen unter dem Titel "Natur in der Stadt", wurden in Bayern über 480 Hektar dauerhafte Grün- und Erholungsflächen geschaffen. Dies entspricht einer Fläche von mehr als 670 Fußballfeldern. Insgesamt haben 23 Millionen Gäste die bayerischen Gartenschauen besucht.
