Bienenansiedlung im urbanen Raum als Beitrag zum Artenschutz
Honigbienen zieht es zunehmend in Städte, da dort im Vergleich zu ländlichen Monokulturen und Pestizideinsatz mehr Nektarquellen und weniger Insektizide zu finden sind. Die Imkerei Walkmühle unterstützt Bienen dabei, sich in der Stadt anzusiedeln, indem sie Unternehmen für Patenschaften gewinnt. Diese Unternehmen stellen Flächen für Bienenstöcke bereit, deren Betreuung und Pflege von den Imkern übernommen wird. Im Gegenzug erhalten die Paten die jährliche Honigernte.
Die Nassauische Heimstätte | Wohnstadt hat zwei Standorte für die Bienenvölker ausgewählt. Drei Völker wurden im Garten hinter dem Geschäftsgebäude am Schaumainkai untergebracht, weitere drei in der Kleingartenanlage der „Heimatsiedlung“ in Sachsenhausen. An beiden Orten finden die Bienen Nahrung, Ruhe und Schutz.
Gregor Steiger rechnet vor, dass ein Bienenvolk in Hochzeiten bis zu 50.000 Exemplare umfassen kann, was bei sechs Völkern insgesamt 300.000 Bienen bedeuten würde. Dr. Sven Groth kalkuliert eine jährliche Honigernte von etwa 180 Kilogramm, was 720 Gläsern à 250 Gramm entspricht. Dieser Honig soll mit einem eigenen Logo versehen als Präsent für Kunden und Mitarbeiter dienen.
Engagement für weitere Arten und Flächenpflege
Das Bienen-Projekt ist Teil eines umfassenderen Engagements der Nassauischen Heimstätte | Wohnstadt für den Artenschutz. Bereits seit 2016 besteht eine Artenpatenschaft mit dem Land Hessen. Im Rahmen dieser Patenschaft wurden 245 Nistkästen für Mauersegler und 30 Nisthöhlen für Fledermäuse an verschiedenen Standorten angebracht. Seit 1989 verzichtet das Unternehmen in seinen Anlagen und Freiflächen auf den Einsatz von Herbiziden und Insektiziden.
Das Bienen-Projekt soll zudem erweitert werden. Am Standort Schaumainkai planen die Hausmeister die Anlage einer Blühwiese, um den Bienen zusätzliche Nahrungsquellen zu bieten.
Unternehmensprofil
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit Hauptsitz in Frankfurt am Main und Kassel ist seit 95 Jahren in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln tätig. Sie beschäftigt rund 730 Mitarbeiter und verwaltet mit etwa 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden einen der größten Wohnungsbestände in Deutschland. Das Regionalcenter Frankfurt betreut rund 19.800 Wohnungen, davon 16.000 direkt in Frankfurt. Unter der Marke „ProjektStadt“ werden Kompetenzen für nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben gebündelt. Bis 2024 sind Investitionen von rund 1,9 Milliarden Euro für den Neubau von Wohnungen und die Bestandsentwicklung geplant, wodurch in den nächsten fünf Jahren 4.900 zusätzliche Wohnungen entstehen sollen.
