Honigversorgung in Deutschland und die Bedeutung der Bienen
Zum Weltbienentag am 20. Mai informiert das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) über die Honigversorgung in Deutschland und gibt Hinweise zur Gestaltung bienenfreundlicher Umgebungen. Eine Honigbiene sammelt in ihrem Leben Nektar für etwa zehn Gramm Honig. Um den jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rund einem Kilogramm Honig zu decken, ist die Leistung von etwa 100 Honigbienen erforderlich.
Im Jahr 2023 sank der Pro-Kopf-Verbrauch von Honig in Deutschland nach vorläufigen BZL-Angaben auf 949 Gramm, nachdem er 2022 noch bei 1,1 Kilogramm lag. Dieser Wert liegt im Rahmen üblicher Schwankungen im langfristigen Trend. Insgesamt wurden 80.170 Tonnen Honig verbraucht, was einem Rückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Selbstversorgungsgrad lag bei 42 Prozent. Weitere Details sind in der Versorgungsbilanz Honig des BZL verfügbar.
Bienenweiden für Honig- und Wildbienen
Honig- und Wildbienen spielen eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft, da sie rund 80 Prozent der Kulturpflanzen bestäuben. Um diesen Insekten ausreichend Nahrung in Form von Pollen und Nektar zu bieten, können Gärten und Balkone entsprechend gestaltet werden. Ein erster Schritt ist das Anpflanzen von nektar- und pollenreichen Pflanzen, sogenannten Bienenweiden.
Es ist vorteilhaft, wenn das ganze Jahr über Pflanzen blühen, idealerweise heimische Arten. Zu den Frühblühern zählen beispielsweise Veilchen, Lungenkraut oder Vergissmeinnicht. Pflanzen wie Tagetes oder Steinquendel blühen hingegen vom Sommer bis in den Herbst. Das BZL bietet mit der Aktionsidee „Eine Weide für Bienen“ Tipps und Anleitungen für das Anlegen einer Bienenweide. Zusätzlich steht die Aktionsidee „Bienentränke“ zur Verfügung, die eine Anleitung für die Bereitstellung von Wasserquellen in heißen Sommermonaten bietet. Beide Aktionsideen können kostenfrei im BLE-Medienservice heruntergeladen werden.
