Beetpflanzen und Gehölze

Früher Start ins Gartenjahr: Planung und Staudenwahl

Trotz ungewöhnlichem Winterwetter treiben Pflanzen früh aus. Eine frühzeitige Gartenplanung ist entscheidend, um die richtigen Stauden für den jeweiligen Standort zu wählen und so einen harmonischen Garten zu gestalten. Entdecken Sie, wie Sie Ihr Gartenjahr optimal beginnen.

Die Bedeutung der Lebensbereiche für Stauden

Aufgrund der Vielfalt von Stauden – Staudengärtnereien führen etwa 900 Arten und Tausende von Sorten – wurden sogenannte Lebensbereiche definiert. Diese Systematik unterstützt Fachleute bei der Gartenplanung und Staudenverwendung. Der Lebensbereich „Gehölzrand“ beispielsweise beschreibt Standorte, die von sonnigen, warmen bis hin zu absonnigen, kühlen und wechselschattigen Lagen reichen.

Im Garten finden sich solche Standorte vor größeren Gehölzen, Hecken, Hauswänden oder Mauern. Landschaftsgärtner wählen für diese Bereiche passende Stauden aus und kombinieren sie. Dabei werden Wuchsformen und -größen, Laubfärbung, Blütezeiten sowie Farbe und Form der Blüten berücksichtigt.

Zu berücksichtigen sind unterschiedliche Wuchsformen und -größen, Laubfärbung, Blütezeiten sowie Farbe und Form der Blüten und Blütenstände. Es ist dann schließlich auch Geschmackssache – manche Gartenbesitzer bevorzugen Beete mit wenigen Farben, andere wünschen sich Stauden mit ähnlichen Blüten aber in unterschiedlichen Farbetönen.[cite: 20]

Ziel ist ein harmonischer Gesamteindruck, weshalb Pflanzkombinationen mit weitestgehend identischen Standortansprüchen gewählt werden sollten.

Optimale Gartenplanung im Frühling

Der Frühling ist eine Zeit des Aufbruchs im Garten. Während Stauden mit frischen Trieben aus der Erde kommen und sich mit zunehmender Sonnendauer entfalten, zieht es auch Gartenbesitzer ins Freie. Nach Monaten mit kühlen Temperaturen und wenig Licht ist nun die Hauptsaison für Landschaftsgärtner, da Gärten angelegt und bepflanzt werden.

Eine frühzeitige Gartenplanung ermöglicht eine zeitige Fertigstellung des Gartens im Frühjahr. Der Frühling ist eine traditionelle Pflanzzeit, insbesondere für sommer- und herbstblühende Stauden. Möglichkeiten sind die Aufwertung des Vorgartens mit blühenden Stauden oder die Gestaltung eines Staudenbeetes für den Sommer- und Herbstgarten mit einem spezifischen Farbschema.

Auch schattige Bereiche lassen sich mit geeigneten Stauden in blühende Beete verwandeln. Maiglöckchen und Storchschnabel gedeihen beispielsweise gut unter alten Bäumen. Farne, Funkien und Herbstanemonen fühlen sich ohne direkte Sonneneinstrahlung wohl und bringen Farbe in dunkle Gartenbereiche. Zarte Blütengewächse wie Tränendes Herz, prächtige Stauden wie Astilbe, Geißbart, Pfingstrosen und Glockenblumen verschönern den Halbschatten. Lichtärmere Gartenbereiche dienen zudem als Rückzugsorte für Tiere, wo Nistkästen angebracht werden können.

04.03.2018

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