Beetpflanzen und Gehölze

Die beliebtesten Weihnachtsbäume in Europa

Fünf Baumarten dominieren die europäischen Weihnachtstraditionen, wobei eine Sorte besonders hervorsticht. Erfahren Sie, welche Bäume die festliche Saison prägen und warum sie so beliebt sind.

Die Nordmanntanne: Unangefochtene Nummer Eins auf dem Weihnachtsbaummarkt

Mit einem Marktanteil von 80 Prozent ist die Nordmanntanne der mit Abstand populärste Weihnachtsbaum. Ihre Beliebtheit verdankt sie mehreren Eigenschaften.

Die Nordmanntanne wächst sehr gerade und gleichmäßig, wie aus dem Bilderbuch. Zudem kann sie bereits ab der Adventszeit für mehrere Wochen im Wohnzimmer stehen und verliert dabei kaum Nadeln.

Dies erklärt Benedikt Schneebecke, Vorsitzender des Verbands natürlicher Weihnachtsbaum e.V. Die robusten Zweige der Nordmanntanne sind zudem in der Lage, schweren Baumschmuck zu tragen. Ursprünglich stammt die Nordmanntanne aus den Gebirgen des Großen und Kleinen Kaukasus. Ihren Namen erhielt sie von dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann. Die in Europa verkauften Bäume stammen aus hiesigen Kulturen, wobei die Samen größtenteils aus dem Kaukasus importiert werden.

Die Blaufichte: Robuste Alternative mit bläulichem Schimmer

Mit einem deutlichen Abstand von 10 Prozent Marktanteil folgt die Blaufichte auf dem zweiten Platz. Ihre Heimat sind die Gebirge der südwestlichen USA und des nördlichen Mexikos. Sie zeichnet sich durch eine regelmäßige, kegelförmige Krone mit dichten, waagerecht abstehenden Ästen aus. Die Nadeln sind in der Natur zwei bis drei Zentimeter lang, vierkantig und mattglänzend, von dunkelgrün bis bläulichgrün. Kultursorten zeigen oft eine blaugrüne oder blauweiß schimmernde Färbung. Die Blaufichte ist ebenfalls lange haltbar. Ihre harten Nadeln machen sie für Tierbesitzer attraktiv, da sie Katzen vom Klettern abhalten können.

Die Rotfichte: Klassiker für den Außenbereich und ihre Merkmale

Die Rotfichte, auch bekannt als Rottanne oder Gemeine Fichte, ist die typische Baumart der höheren Bergwälder Mittel-, Nord- und Osteuropas. Ihr Stamm ist von einer braunen, schuppigen Borke bedeckt. Die vierkantigen, mittel- bis dunkelgrünen Nadeln haben einen rautenförmigen Durchschnitt und sitzen auf Baumpolstern, was einen entnadelten Zweig rau erscheinen lässt. Sie wird häufig für die Außendekoration verwendet.

Die Edeltanne: Duftend und langlebig – ein Favorit für Adventskränze

Die Edeltanne oder Nobilistanne stammt aus dem äußersten Westen Nordamerikas. Ihr Stamm wächst kerzengerade, während die Äste leicht unregelmäßig angeordnet sind. Die samtweichen Nadeln schimmern bläulichgrün und stehen bürstenförmig nach oben. Der größere Abstand zwischen den Astkränzen verleiht ihr ein etagenförmiges Aussehen. Kenner schätzen sie wegen ihres intensiven Dufts und ihrer langen Haltbarkeit. Die Zweige der Edeltanne eignen sich besonders gut für Adventskränze.

Die Schwarzkiefer: Liebhaberbaum mit langen Nadeln und mediterranem Flair

Die Schwarzkiefer ist ursprünglich in den Mittelmeerländern von Portugal bis zur Türkei beheimatet. Ihre langen Nadeln machen sie zu einem Blickfang. Dank ihrer Herkunft verträgt sie warme Raumluft gut und ist im weihnachtlichen Wohnzimmer lange haltbar, ohne Nadeln zu verlieren. Aufgrund ihrer sehr langen Nadeln und weit ausladenden Äste ist sie ein Liebhaberbaum, der sich ideal für die Anbringung von Holz- und anderem schweren Weihnachtsschmuck eignet.

07.11.2021

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