Das Gartenjahr 2016: Auftakt und frühe Höhepunkte
Der offizielle Auftakt des Gartenjahres findet am 17. April im Schlossgarten Schwetzingen statt. Diese Anlage aus dem 18. Jahrhundert verbindet Kunst, Natur, Philosophie und Geschichte. Bereits vor dem offiziellen Start laden die historischen Anlagen zu Besuchen ein. Mit den ersten Sonnenstrahlen und dem Erblühen von Krokussen und Schneeglöckchen entfalten sie ihren Reiz und bieten eine Kulisse für Spaziergänge. Jeder Besuch in einem Schlossgarten ermöglicht einen Einblick in vergangene Epochen.
Zu den zu entdeckenden Kostbarkeiten zählt der gräfliche Garten von Schloss Weikersheim mit seinen Springbrunnen und Figuren. Romantische Eindrücke bietet der Landschaftsgarten um das Lustschloss Favorite bei Rastatt. Die Gärten der Schlösser von Ludwigsburg, insbesondere das Blühende Barock, gelten als traditionelles Ausflugsziel.
Spezielle Führungen und historische Einblicke
Die Staatlichen Schlösser und Gärten bieten besondere Führungen an, die oft ungewöhnliche Themen aufgreifen. Im UNESCO-Denkmal Kloster Maulbronn wird beispielsweise der Workshop „Mit der Kräuterhexe durchs Gartenjahr“ angeboten. Dieser vermittelt gartenpraktische Tipps von Gabriele Bickel. Die Gartentradition in Maulbronn reicht weit zurück, da die Zisterziensermönche bereits im Mittelalter für ihre Kenntnisse im Gartenbau und in der Landwirtschaft bekannt waren.
Im Schlossgarten Heidelberg wird im Frühjahr eine neue Sonderführung mit dem Titel „Mit dem Balonen gespilet, zum Ring gerennet“ eingeführt. Diese thematisiert historische Rasenspiele, die einst den Zeitvertreib der Gesellschaft darstellten. Im Garten von Schloss Heidelberg ist noch ein Spielfeld aus kurfürstlicher Zeit erhalten, die „Paille-Maille“-Bahn, auf der ein dem Krocket ähnliches Geschicklichkeitsspiel gespielt wurde. Der erste Termin für diese Führung ist der 27. März 2016.
Museen und Ausstellungen im Schlossgarten Schwetzingen
Der Schlossgarten Schwetzingen bietet neben seinen Grünflächen auch mehrere Ausstellungen und Museen. Im südlichen Zirkelgebäude informiert eine Ausstellung über die Entstehung des Schlossgartens. Dieser wurde unter den Kurfürsten Carl Philipp und Carl Theodor im 18. Jahrhundert als Barockgarten im französischen Stil angelegt und später im Stil eines englischen Landschaftsgartens erweitert.
Im ehemaligen Baumagazin der Schlossschreinerei präsentieren die Staatlichen Schlösser und Gärten historische Garten- und Arbeitsgeräte. Diese Ausstellung gewährt Einblicke in den Alltag der Schlossgärtner und die Anstrengungen, die über Generationen hinweg unternommen wurden, um den Schlossgarten zu erhalten. Die Orangerie beherbergt das Lapidarium, das Steinfiguren aus dem Schlossgarten, originale Werke des 18. Jahrhunderts, zeigt.
Informationen und Angebote zum Gartenjahr
Umfassende Informationen zu allen Gärten, den Veranstaltungen des Gartenjahres und den Dauerausstellungen sind online unter www.welt-der-gaerten2016.de oder auf dem Internetportal der Staatlichen Schlösser und Gärten unter www.schloesser-und-gaerten.de verfügbar. Die Höhepunkte des Jahres sind zudem im Prospekt „Das Schönste im Themenjahr Garten 2016“ zusammengefasst. Ab Februar ist die „Schlosscard Plus“ erhältlich, die den Eintritt zu 24 Monumenten sowie die Teilnahme an vier Veranstaltungen des Themenjahres Garten für 36 Euro ermöglicht. Sie ist in allen Schlössern, Klöstern und Gärten erhältlich.


