Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

12 ha groß, 175 Gattungen und Sorten einheimischer wie fremder Gehölze, pitoresk-anmutender See, blühende Wiesenlandschaften, herrliche Solitärbäume, 2,8 km langes Wegesnetz, 1.200 qm Stauden,- Schau- und Sichtungsgarten für internationale Pflanzenzüchtungen, anspruchsvoller englischer Landschaftsgartenstil der Extraklasse - was will das Herz eines Garten- und Landschaftsliebhabers mehr? Der Degenershausener Park in der Nähe der Stadt Falkenstein/Harz ist ohne Zweifel eine gärtnerische Rarität, umgeben vom Hauch der Exotik einer Oase.

Der Park in Degenershausen

Diese Rarität wird durch die heute erfolgte feierliche Ratifizierung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Falkenstein/Harz, als Eigentümer des Parks, und der Landesgartenschau Aschersleben 2010 GmbH zum Referenzstandort der Landesgartenschau Aschersleben 2010. Bei der Unterzeichnung des Vertrages waren der Oberbürgermeister der Stadt Aschersleben, Andreas Michelmann, der Bürgermeister der Stadt Falkenstein/Harz, Klaus Wycisk, und Erhard Skupch, seines Zeichens Geschäftsführer der Landesgartenschau Aschersleben 2010 GmbH, anwesend.

Dass die Kooperation mit dem Park in Degenershausen "ins Trockene" gebracht werden konnte, freute Erhard Skupch besonders. "Wir haben als Landesgartenschau vor touristisch bis weit in den Harz auszustrahlen. Die Burg Falkenstein, die zur Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt gehört, wird ebenfalls einer unserer Partner werden. Das Angenehme ist, dass der Park in Degenershausen direkt auf dem Weg dorthin liegt. So haben unsere Besucher die Möglichkeit die beiden sachsen-anhaltinischen Glanzpunkte bequem zu erreichen", so Erhard Skupch während der Vertragsunterzeichnung im Park.

Tatsächlich scheint der nur 12 km von Aschersleben entfernt und im Landschaftsschutzgebiet des Harzes gelegene Park in Degenershausen so etwas wie das Musterbeispiel eines Referenzstandortes der Landesgartenschau Aschersleben 2010 zu sein. Während in Aschersleben das frühbarocke Universalgenie Adam Olearius zum geistigen Vater der Gartenschau erkoren wurde, hat sich in Degenershausen die Familie Bodenhausen-Degener besondere Verdienste bei der Entstehung und Erhaltung des Parks erwerben können. Bildungsreisen, das offene Interesse am kulturell Fremden, an exotischer Botanik und ausgefeilter Landschaftsgestaltung sind die verbindende Elemente zwischen Degenershausen und Aschersleben.

Die 2010 mindestens erwarteten 400.000 Besucher der fünf Parks in Aschersleben haben nun die Möglichkeit es sich in dieser gleichermaßen geschichtsträchtigen wie exotischen Selketaloase wohl ergehen zu lassen. Der hohe Anspruch an Gartengestaltung und Aufenthaltsqualität, der seit der Gründung des Parks im Jahre 1834 kontinuierlich kultiviert wurde, dürfte für Besucher mit Interesse am englischen Landschaftsstil und exzellent gewachsenen exotischen Bäumen ein ausgesprochen willkommenes Reiseziel sein. "Wir hoffen, dass die zusätzlichen Park-Besucher des Jahres 2010 die Einzigartigkeit der Anlage zu schätzen wissen. Wenn sich dieser positive Leumund im Land herumspricht, ist das eine echte Investition in unsere touristische Zukunft", sagte Klaus Wycisk, Bürgermeister der Stadt Falkenstein/Harz, am Rande der feierlichen Veranstaltung.

Die Landesgartenschau Aschersleben 2010 GmbH und die Stadt Falkenstein/Harz werden die gezielte Vermarktung des touristischen Kleinods im Rahmen der Vorbereitungen der Landesgartenschau Aschersleben 2010 im neuen Jahr gezielt angehen, damit so viele Besucher wie möglich einen Blick auf die Raritäten des Parks werfen können.

Zusätzliche Informationen: Der Park in Degenershausen ist von April bis September von 8 bis 19 Uhr und von Oktober bis März von 9 bis 17 Uhr für Interessierte geöffnet. Für die Erhaltung des Parks setzt sich der Förderverein zur Erhaltung des Landschaftsparks Degenershausen e.V. ein.

 

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