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Metropole Ruhr erhält Zuschlag für IGA 2027

Die Metropole Ruhr wurde am 7. Dezember 2016 vom Verwaltungsrat der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) als Ausrichter der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 ausgewählt. Dieser Beschluss markiert das erfolgreiche Ende des Bewerbungsprozesses für die Region.

Erfolgreicher Abschluss des Bewerbungsprozesses

Am 7. Dezember 2016 hat der Verwaltungsrat der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 an die Metropole Ruhr vergeben. Dieser Beschluss markiert das erfolgreiche Ende des Bewerbungsprozesses.

Jochen Sandner, Geschäftsführer der DBG, betonte die Bedeutung der Entscheidung:

Die Bereisung des Geländes am 27. September diesen Jahres und die nachfolgende Diskussion unter Einbezug der Machbarkeitsstudie war sehr intensiv und hat noch einmal alle Chancen der integrierten Stadt- und Regionalentwicklung aufgezeigt, mit der die IGA Metropole Ruhr Erfolg haben kann: mit dem Strukturwandel des Landschaftsraumes, der Vernetzung der Städte, einer hohen Imageaufwertung und einem über mediale Berichterstattung anziehenden Tourismus. Ich bin sicher, die IGA Metropole Ruhr wird sich 2027 nationalen und internationalen Besuchern als eine moderne, besonders lebenswerte Region präsentieren.

Historische Entwicklung und regionale Bedeutung

Die Vergabe der IGA 2027 an die Metropole Ruhr knüpft an frühere Erfolge an. Bereits 1997 fand die Bundesgartenschau (BUGA) in Gelsenkirchen statt, die durch neue Brücken über die Emscher Stadtteile verband und die Transformation der Region aufzeigte. Meilensteine dieses Strukturwandels waren unter anderem der Nordsternpark Gelsenkirchen, die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 und die Entwicklung der Innovation City Bottrop.

Im Jahr 2017 wird Essen, das bereits 1965 eine BUGA ausrichtete, zur „Grünen Hauptstadt Europas“ im Rahmen der Klimametropole RUHR 2022. Die Sanierung der Emscher, die 2027 abgeschlossen sein soll, bildet einen weiteren wichtigen Schritt. Erste Überlegungen zu einer regionalen, dezentralen IGA mit mehreren Hauptstandorten entstanden bereits 2010 auf dem Kongress zum Emscher Landschaftspark.

Konzept der Machbarkeitsstudie

Eine im März 2013 von der Bürogemeinschaft SINAI (Berlin), scheuvens + wachten (Dortmund) und Imorde (Münster/Berlin) erstellte Machbarkeitsstudie stellte die Frage „Wie wollen wir morgen leben?“. Das Konzept sieht vor, dass sich fünf Landschaftsräume – post-industriell, ländlich, urban, technologisch und agro-urban – mit dem Wandel von der Industrieregion zur Stadtlandschaft 3.0 auseinandersetzen. Der Gartenbau soll innovative Konzepte präsentieren, Städte infrastrukturell verbinden, Akteure vernetzen und die regionale Zusammenarbeit erproben.

Helmut Selders, Verwaltungsrat der DBG und Präsident des Bundes deutscher Baumschulen e. V. (BdB), bewertete die Vergabe aus Sicht der grünen Verbände:

Der Gartenbau in seiner ganzen Vielfalt vom Produktionsgartenbau, dem Garten– und Landschaftsbau sowie den Baumschulen wird ein wichtiger und kompetenter Partner sein, um die vielen Teilprojekte der geplanten IGA umzusetzen. Schon zur BUGA Gelsenkirchen 1997 haben wir die Begeisterungsfähigkeit des Publikums für Garten, Park und gestaltete Landschaft erlebt. Wir sind gespannt auf die innovative Weiterentwicklung mit der IGA Metropole Ruhr 2027.

Nächste Schritte nach dem Zuschlag

Das in der Machbarkeitsstudie vorgeschlagene Konzept muss nun gemeinsam mit den Städten und Kreisen des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sowie weiteren Partnern konkretisiert werden. Dazu werden ein Projekt- und Finanzplan erarbeitet. Zur Qualifizierung der fünf Zukunftsstandorte sind Workshops und die Entwicklung von Masterplänen vorgesehen, die Inhalte und Kosten detailliert darlegen. Die Kostenschätzung der Machbarkeitsstudie dient dabei als Rahmenplanung. Dieser Prozess soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein.

Auf Basis der Planungsergebnisse entscheiden die politischen Gremien über die Durchführung der IGA 2027 im Ruhrgebiet. Die Ergebnisse bilden zudem die Grundlage für einen Vertrag mit der DBG. Die Internationale Gartenbauausstellung soll von den 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr, Verbänden wie der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband, der regionalen Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen getragen werden. Die Studie schätzt den Zuschussbedarf für die Durchführung der IGA Metropole Ruhr 2027 auf etwa 42 Millionen Euro, verteilt auf mehrere Jahre und Akteure.

In Deutschland findet die IGA in der Regel alle zehn Jahre statt. Nach der IGA 2017 in Berlin wird die nächste Internationale Gartenbauausstellung 2027 in der Bundesrepublik ausgerichtet.

08.12.2016

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