Klimawandel stellt Pflege historischer Gärten vor neue Herausforderungen

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Internationale Fachtagung beleuchtet, wie historische Gärten an den Klimawandel angepasst werden können. Im Fokus stehen neue Pflegekonzepte sowie ein öffentlicher Vortrag von Klaus Töpfer in Sanssouci.

Internationale Tagung zeigt Strategien für den Erhalt historischer Anlagen

Die Auswirkungen des Klimawandels rücken zunehmend in den Fokus der Pflege und Bewahrung historischer Gartenanlagen. Vor diesem Hintergrund veranstaltet die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) vom 4. bis 6. September eine internationale Fachtagung unter dem Titel „Historische Gärten im Klimawandel – Empfehlungen zur Bewahrung“.

Im Zentrum steht die Frage, wie denkmalgeschützte Gartenanlagen unter veränderten klimatischen Bedingungen langfristig erhalten werden können. Gerade für den Garten- und Landschaftsbau ergeben sich daraus konkrete Anforderungen an Pflegekonzepte, Pflanzenverwendung und nachhaltige Bewirtschaftung.

Öffentlicher Vortrag im Park Sanssouci

Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist der öffentliche Abendvortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Klaus Töpfer am 4. September um 18:30 Uhr im Orangerieschloss im Park Sanssouci. Der ehemalige Bundesumweltminister spricht zum Thema „Die kulturelle Nachhaltigkeit des Erhalts historischer Gärten“. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Zur Eröffnung begrüßen Brandenburgs Wissenschaftsministerin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst sowie SPSG-Generaldirektor Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh die Gäste. Im Anschluss an den Vortrag ist ein Empfang in der Pflanzenhalle vorgesehen, der Raum für fachlichen Austausch bietet.

Historische Gärten als gesellschaftliche Aufgabe

Historische Gartenanlagen erfüllen vielfältige Funktionen: Sie sind Orte der Erholung, Bildungsräume und wichtige Lebensräume für Flora und Fauna. Angesichts zunehmender Wetterextreme, veränderter Niederschlagsmuster und steigender Temperaturen geraten diese sensiblen Systeme jedoch unter Druck.

Die fachgerechte Pflege und der langfristige Erhalt solcher Anlagen erfordern daher abgestimmte Strategien und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Neben denkmalpflegerischen Aspekten gewinnen auch Fragen der Anpassung an klimatische Veränderungen an Bedeutung.

Im Rahmen der Tagung werden internationale Expertinnen und Experten Empfehlungen erarbeiten, die praxisrelevante Impulse für den Umgang mit historischen Gärten liefern. Damit richtet sich die Veranstaltung auch an Fachbetriebe im Gartenbau, die an der Pflege und Entwicklung solcher Anlagen beteiligt sind.

Renommierter Referent mit internationaler Erfahrung

Mit Klaus Töpfer konnte ein ausgewiesener Experte für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen gewonnen werden. Der promovierte Volkswirt war unter anderem Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau.

Von 1998 bis 2006 leitete er das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi. Heute ist er als Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam tätig. Für sein Engagement wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Umweltpreis und dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für sein Lebenswerk.

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