Naturschutz

Naturnahe Umgestaltung des Roten Mains schafft Lebensraum und Hochwasserschutz

Die Renaturierung des Roten Mains in Bayreuth auf 900 Metern Länge gibt dem Fluss mehr Raum und stärkt seine ökologische Funktion. Die Neugestaltung schafft neue Lebensräume für Fische und Auwald-Bewohner und trägt zum natürlichen Hochwasserrückhalt bei, indem sie die Stadt vor einem 100-jährlichen Hochwasser schützt.

Erfolgreiche Renaturierung in Bayreuth: Mehr Raum für den Fluss

Die Renaturierung bayerischer Flüsse ist ein zentrales Element der Umweltpolitik des Freistaats. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die naturnahe Umgestaltung des Roten Mains in Bayreuth, die auf einer Länge von 900 Metern realisiert wurde. Ziel der Maßnahme ist es, dem ehemals begradigten Fluss wieder mehr Raum zu geben und seine ökologische Funktion zu stärken.

Durch die Neugestaltung wurden technisch ausgebaute Gewässerstrecken zurückgebaut, um die Eigendynamik des Flusses zu fördern. Dies ermöglicht dem Roten Main, zukünftig einen naturnahen Verlauf zu nehmen. Gleichzeitig wurden der Uferbereich aufgelockert und die Vernetzung mit den umliegenden Auen verbessert. Diese Maßnahmen schaffen neue Lebensräume für Fische und Auwald-Bewohner, wie beispielsweise den Flussregenpfeifer.

Die Umgestaltung leistet zudem einen wichtigen Beitrag zum natürlichen Hochwasserrückhalt. In Kombination mit weiteren Hochwasser-Rückhaltebecken wird die Stadt Bayreuth dadurch wirksam vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt. Die Gesamtkosten für den Freistaat Bayern beliefen sich auf 1,8 Millionen Euro, die durch Kofinanzierung der EU unterstützt wurden.

Die Renaturierung des Roten Mains ist auch integraler Bestandteil des Konzepts der Landesgartenschau 2016 in Bayreuth. Ein neu geschaffener Park rund um den renaturierten Fluss soll eine Verbindung zwischen der Innenstadt und dem barocken Landschaftspark der Eremitage herstellen. Das Bayerische Umweltministerium fördert die Gartenschau mit 3,6 Millionen Euro.

"Die naturnahe Umgestaltung des Roten Mains ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu mehr Raum für unsere Flüsse. Wieder sind 900 Meter einstmals begradigter Fluss zu einer neuen Heimat für Fische und Auwald-Bewohner geworden, wie den Flussregenpfeifer. Vor allem die Menschen in Bayreuth können ihren Fluss jetzt ganz neu erleben."
"Die Maßnahmen leisten auch einen wichtigen Beitrag zum natürlichen Hochwasserrückhalt. Zusammen mit weiteren Hochwasser-Rückhaltebecken wird die Stadt Bayreuth so wirksam vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschützt."

29.07.2015

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