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Die igs 2013 in Hamburg: Einblicke in die Gartenschauplanung

Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft veranstaltete einen Ausstellerinformationstag in Hamburg-Wilhelmsburg. Über 350 Fachleute informierten sich über den neuen Park und die Wettbewerbe der igs 2013. Erfahren Sie mehr über die Planung und die Highlights der Gartenschau.

Ausstellerinformationstag zur igs 2013 in Hamburg

Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG) veranstaltete ihren Ausstellerinformationstag (AIT) in Hamburg-Wilhelmsburg. Über 350 Gärtner, Landschaftsplaner und Fachleute der grünen Verbände informierten sich über den neuen Park und die Wettbewerbe der igs 2013.

Moin heißt nicht Guten Morgen sondern schön.

Mit diesen Worten begrüßte Jochen Sandner, Geschäftsführer der DBG, die Teilnehmer. Der Tag sollte begeisternd für Aussteller und interessant für junge Betriebe sein.

Grüne Kompetenz im Fokus

Karl-Heinz Plum, Präsident des Bundes Deutscher Baumschulen (BdB), und Jochen Sandner zeigten sich erfreut über das große Interesse an der igs 2013. Dies unterstreiche die Verbundenheit der grünen Branche mit Gartenschauen. Plum hob hervor, dass Hamburg eine außergewöhnliche Vielfalt an Gärten und Präsentationsmöglichkeiten für Pflanzen biete. Bereits 32 Staudengärtnereien engagieren sich und bringen ihre Fachkompetenz ein.

Machen Sie mit! Grün wird einen immer höheren Stellenwert bekommen.

So forderte Plum die Zuhörer auf.

Nachhaltige Parkplanung prägt die igs 2013

Jutta Blankau, Umweltsenatorin der Hansestadt Hamburg, betonte die Tradition der Hamburger Gartenschauen und deren Einfluss auf die Stadtparks. Sie äußerte die Überzeugung, dass die igs 2013, die parallel zur IBA stattfindet, eine zentrale Rolle bei der Neugestaltung Wilhelmsburgs spielt. Der neue Park verbindet drei Siedlungsräume auf der Elbinsel und wird das Stadtbild nachhaltig verändern.

Umfangreiche Gartenpräsentation

Heiner Baumgarten, Geschäftsführer der igs, hob die Bedeutung der Neugestaltung Wilhelmsburgs für die zukünftige Hamburger Stadtentwicklung hervor. Der igs Park bildet die neue Mitte des Stadtteils. Hamburg investiert 70 Millionen Euro in 100 Hektar Parkfläche und erwartet mindestens 2,5 Millionen Besucher. Die gartenbaulichen Wettbewerbe finden in zwei Blumenhallen mit insgesamt 5000 Quadratmetern statt. Das Konzept der igs hamburg 2013 umfasst 80 Gärten in sieben Themenwelten, die die Breite des Gartenbaus präsentieren sollen. Ein Schwerpunkt liegt auf Gesundheit und Sport. Der Bau eines Hochseilgartens hat begonnen, der Rohbau der Skaterbahn ist sichtbar, und die Kletterhalle ist fertiggestellt. Eine Gartenschaubahn soll das weitläufige Gelände erschließen und Ausblicke auf die Gärten bieten.

Blumenhallenkonzept: Ein Ozean voller Blüten

Renate Behrmann, Ausstellungsbevollmächtigte der DBG, stellte die Freilandpflanzungen vor, darunter 200.000 Stauden, 8000 Rosen und 300 Sträucher. Sie erläuterte das Konzept der beiden Blumenhallen, die am Haupteingang liegen. Die große Halle misst 4200 Quadratmeter brutto, die kleine 850 Quadratmeter brutto. Das Motto der Hallen lautet "Sailing the seven seas".

Der Grundaufbau der Halle für die Blumenschau ist eine oceanische Szenerie.

So beschrieb Renate Behrmann das Konzept, das eine blühende Brandung mit Landungsbooten darstellt und den Weg von Exoten über die Meere in den Hamburger Hafen symbolisiert.

Eine Promenade im Eingangsbereich der großen Blumenhalle bietet Hörstationen zur Herkunft bekannter Pflanzen und zu berühmten Pflanzenentdeckern. Eine Insel inmitten der Blütenwellen beherbergt den i-Punkt Grün, wo Fachkollegen Pflanzenberatung anbieten. Diese Insel ist mit einer Bühne ausgestattet, die von Ausstellern für Informationen und Veranstaltungen genutzt werden kann. Grüne Wände begrenzen den Bühnenraum, um den herum sich wellenartige Beete in verschiedenen Höhen als Präsentationsflächen erstrecken.

Gegenüber der Promenade sind die Umrisse eines Riffs zu erkennen. Ein Balkon an der hinteren Hallenwand ermöglicht einen Überblick über die Ausstellungsfläche. Die zweite, kleinere Blumenhalle bietet einen weiteren Präsentationsraum mit breiten Rolltischen und flexiblen Pflanzcontainern. Hier wird eine hamburgische Wunderkammer inszeniert, und das Deutsche Gartenbaumuseum aus Erfurt ist zu Gast. Insgesamt sind über 20 wechselnde Ausstellungen in den Blumenhallen geplant, für die sich Gartenbaubetriebe bewerben können. Die Teilnahmebedingungen für die Wettbewerbe sind auf den Internetseiten der DBG verfügbar.

Erkundung des Geländes

Nach den Erläuterungen von Renate Behrmann erkundeten die AIT-Teilnehmer das Gartenschaugelände in zehn Gruppen. Die Gartenbauexperten besichtigten die Staudenpflanzungen in den schiffsförmigen Blumentrögen im Bereich "Welt der Religionen". In der "Welt der Bewegung" führte Beate Wagner-Hauthal, Projektkoordinatorin Sport der igs, über die Baustelle der Skaterbahn. Die Grünflächen für Sport und Blumenwiesen als Ruhepol entstehen in Zusammenarbeit zwischen Gärtnern und der Hamburger Skaterszene. Kritische Fragen, beispielsweise zum trockenen Taxusbereich auf sandigem Grund, wurden beantwortet; eine Tröpfchenbewässerung sorgt dort für gesundes Wachstum. Die Gebäude am Haupteingang nahe dem S-Bahnhof Wilhelmsburg sind nahezu fertiggestellt. Die Teilnehmer besichtigten auch die bereits in Betrieb befindliche Kletterhalle. Stahlstelzen im gesamten Gelände markieren den Verlauf der Monorailbahn.

Nach drei Stunden trafen die AIT-Teilnehmer im Restaurant des ehemaligen Wilhelmsburger Wasserwerks zum abendlichen Ausklang zusammen. Die Terrasse füllte sich schnell, und die Teilnehmer diskutierten ihre Eindrücke. Es herrschte Einigkeit, dass die igs hamburg 2013 die Besucher begeistern wird.

17.08.2012

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