Naturschutz

Deutsche Umweltstiftung und ForestFinance initiieren Stifterwald in Panama

Die Deutsche Umweltstiftung und ForestFinance starten ein gemeinsames Projekt für Wald- und Klimaschutz in Panama. Ziel ist die Schaffung eines tropischen Stifterwaldes, bei dem jeder Baum für Baum stiften kann, um Klima, Arten und lokale Bevölkerung zu unterstützen.

Ein tropischer Stifterwald für den Klimaschutz

Die Deutsche Umweltstiftung und ForestFinance haben anlässlich des Internationalen UN-Jahres der Wälder 2011 ein gemeinsames Projekt für den Wald- und Klimaschutz ins Leben gerufen. Ziel ist die Schaffung eines tropischen Stifterwaldes in Panama.

Der Forstdienstleister und Waldinvestmentanbieter ForestFinance übernimmt die ökologisch und sozial nachhaltige Aufforstung für die Deutsche Umweltstiftung. Die Beteiligung am Projekt ist für jedermann möglich, da der Wald Baum für Baum gestiftet werden soll.

Stifter können ab 33 Euro einen oder mehrere Bäume pflanzen lassen. Diese Bäume wachsen gemeinsam zu einem Stifterwald heran. Unterstützer tragen damit zum Klima-, Arten-, Wasser- und Bodenschutz bei und unterstützen die lokale Landbevölkerung bei der Sicherung ihrer Lebensgrundlage.

Die Wahl Panamas als Standort für den Wald begründet sich in der Effizienz tropischer Wälder für den Klimaschutz.

Deutscher Wald ist schön und von großer Bedeutung für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt, aber tropische Wälder leisten einen weit höheren Beitrag zum Klimaschutz als es Wälder hierzulande können. Wir müssen vor allem dort aufforsten, wo die Bäume das meiste Treibhausgas binden können.

Dies erklärt Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung. Er betont die Freude über die Partnerschaft mit ForestFinance, die den Stifterwald in den Tropen nachhaltig und naturnah aufforsten und bewirtschaften können.

Der Stifterwald wird als neuer Mischwald aus heimischen Arten auf Brachland und ehemaligen Weideflächen angelegt. Er soll als naturnahes Ökosystem Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten.

Die Deutsche Umweltstiftung hat sich bewusst für ein nachhaltiges Bewirtschaftungskonzept entschieden, anstatt einen reinen Schutzwald zu etablieren. Dabei bleiben mindestens 20 Prozent der aufgeforsteten Fläche als Totalreservat erhalten.

Wir lehnen kurzsichtige Forstwirtschaft wie Monokulturen und Kahlschlag ab und legen großen Wert auf ein nachhaltiges Forstkonzept, das sich bei uns seit mehr als 15 Jahren bewährt hat. Bei der Ernte werden Bäume selektiv entnommen, um das Ökosystem Wald zu erhalten.

Dies führt Harry Assenmacher, Geschäftsführer von ForestFinance, aus. Wiederaufgeforstete Weideflächen sind für den Artenschutz von Bedeutung, da auf ausgelaugten Böden unter normalen Umständen kein Wachstum möglich wäre. Die neu angelegten Forste schaffen Rückzugsgebiete und ermöglichen Wanderungen zwischen Naturwäldern.

Der Stifterwald bietet nicht nur Vorteile für Natur und Klima, sondern auch für die Menschen, die am Projekt beteiligt sind. Die ökologisch-nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes schafft über Jahrzehnte dauerhafte Arbeitsplätze.

Auch faire Arbeitsbedingungen und Aufklärung in Form von Umweltbildung gehören bei uns zu einem umfassenden nachhaltigen Unternehmenskonzept. Die Menschen vor Ort sollten nicht nur von Projekten vor ihrer Haustür profitieren - Waldschutz und Aufforstung können generell nur in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung funktionieren.

Assenmacher unterstreicht die Bedeutung dieser Aspekte.

03.11.2011

Zurück