Engagement für nachhaltige Waldwirtschaft in Zentralamerika
In Zentralamerika und der Karibik hat die Bonn Challenge bereits zu konkreten Zusagen geführt. Die Länder Zentralamerikas haben sich verpflichtet, bis 2020 über 16 Millionen Hektar Wälder und Waldlandschaften wiederherzustellen. Für die gesamte Region Lateinamerika belaufen sich die Zusagen auf 56 Millionen Hektar.
Einem Jahrhundert weltweiter, zügelloser Entwaldung, müssen wir jetzt ein Jahrhundert des Waldschutzes und des Wiederaufbaus von Wäldern folgen lassen. Die Wiederherstellung von Wäldern und Waldlandschaften ist nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Wir unterstützen die zentralamerikanischen Länder beim Wiederaufbau ihrer Wälder und Waldlandschaften und hoffen nun auch auf die Unterstützung der EU. Wir befinden uns dazu in den letzten Abstimmungen zu einer Unterstützung in Höhe von 20 Millionen Euro.
Weltweit sind 3,2 Milliarden Menschen direkt von Landdegradierung betroffen. Die Verschlechterung der Landschaftsqualität und die sinkende Leistungsfähigkeit der Natur stellen ein zunehmendes Problem dar. Der Bericht des UN-Weltbiodiversitätsrats (IPBES) zur globalen Degradierung der Landfläche verdeutlicht diese Entwicklung.
Der Wiederaufbau von Wäldern und Waldlandschaften wird als ein wichtiges Mittel zur Minderung dieser Effekte betrachtet. Der Nutzen der Wiederherstellung von Landschaften übersteigt die Kosten der Wiederherstellung im Durchschnitt um das Zehnfache. Gleichzeitig sind die Kosten des Nichts-Tuns dreimal so hoch wie die Kosten der Wiederherstellung.
