Naturschutz

Deutschland wird wilder: Neues Förderinstrument Wildnisfonds startet

10.07.2019

Das Bundesumweltministerium hat gestern ein neues Förderprogramm zur Sicherung von Wildnisgebieten in Deutschland gestartet. Auf mindestens zwei Prozent der Landesfläche Deutschlands soll sich die Natur nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten und möglichst großflächig entwickeln.

Ziel und Einordnung des Wildnisfonds

Damit dient der Wildnisfonds der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) und dem darin formulierten 2-Prozent-Wildnisziel. Der neue Fonds soll die Möglichkeit eröffnen, potenzielle Wildnisgebiete zu sichern bzw. bestehende Wildnisgebiete zu ergänzen und/oder zusammenzulegen.

Politische Einordnung

Bundesumweltministerin Svenja Schulze betont:

„In Deutschland soll wieder mehr Wildnis entstehen. Mit dem Wildnisfonds unterstützen wir die Bundesländer dabei, Wildnisgebiete zu sichern und zu schaffen. Damit setzen wir ein weiteres wichtiges Vorhaben im Naturschutz in dieser Legislaturperiode um.“

Förderfähige Maßnahmen

Flächen, die für die Wildnisentwicklung gesichert werden, sind beim Ankauf, Eintausch oder als Austausch für einen dauerhaften Nutzungsverzicht förderfähig. Die Förderung ist auf den Verkehrswert der Fläche begrenzt, der Finanzierungsanteil des Bundes beträgt bis zu 100 Prozent.

Finanzielle Ausstattung

Beginnend mit diesem Jahr werden in den kommenden Jahren jeweils 10 Millionen in einem eigenen Titel Wildnisfonds im Haushalt des BMU zur Verfügung stehen.

Projektträgerschaft und Antragstellung

Projektträgerin ist die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG), eine bundeseigene Dienstleistungs-GmbH zur Förderung von Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Informationen zur Förderrichtlinie Wildnisfonds, zur Einreichung von Projektskizzen und zur Antragstellung bei der ZUG finden Sie online.

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