Beetpflanzen und Gehölze, Naturschutz

Die Fichte: Baum des Jahres 2017

Die Fichte wurde zum Baum des Jahres 2017 gekürt, eine Entscheidung, die im Berliner Zoo bekannt gegeben wurde. Trotz ihrer weiten Verbreitung in Deutschland polarisiert dieser Nadelbaum stark, was die Wahl besonders interessant macht.

Hintergründe zur Wahl der Fichte

Die Aktion "Baum des Jahres" wird seit 27 Jahren von Dr. Silvius Wodarz initiiert. Obwohl die Fichte die häufigste Baumart Deutschlands ist, wurde sie bisher nicht zum Baum des Jahres gewählt. Das Kuratorium hatte diese Nadelbaumart bisher gemieden, da die Fichte polarisiert.

Man kann zur Fichte stehen, wie man will ‒ dennoch haben wir ihr einiges zu verdanken. Die Fichte steht schon einige Zeit auf unserer Liste. Ich freue mich, dass wir 2017 über diesen besonderen Jahresbaum diskutieren können.

Für manche gilt sie als "Brotbaum der deutschen Forstwirtschaft", für andere als "Inbegriff naturferner Monokultur".

Bedeutung für den Garten- und Landschaftsbau

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., Mitglied des Kuratoriums Baum des Jahres, begrüßt die Wahl. Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB, betont die forstwirtschaftliche Bedeutung der Fichte, weist aber auch auf ihre Verwendung in Städten, Parks und privaten Gärten hin.

Natürlich hat die Fichte vor allem eine forstwirtschaftliche Bedeutung, aber auch in der Stadt, in Parks und in privaten Gärten kommt sie zum Einsatz. Die deutschen Baumschulen verfügen über ein gängiges Fichtensortiment von etwa 30 Arten und Sorten. Auch die heute hier gepflanzte Picea abies kommt aus einem unserer Mitgliedsbetriebe und wurde von uns gespendet.

Deutsche Baumschulen bieten ein Sortiment von etwa 30 Fichtenarten und -sorten an. Die im Berliner Zoo gepflanzte Picea abies stammt von einem Mitgliedsbetrieb des BdB.

Merkmale der Gemeinen Fichte

Die Picea abies, auch Gemeine oder Europäische Fichte genannt, ist die einzige in Deutschland natürlich vorkommende Fichtenart. Regional, insbesondere in Süddeutschland und den Alpenländern, wird sie auch als Rottanne bezeichnet, was botanisch nicht korrekt ist.

Im Wald ist die Picea abies weit verbreitet. Für Gärten gibt es spezielle Veredelungen und Züchtungen, die an kleinere Standorte angepasst sind. Beispiele hierfür sind die kissenförmigen Sorten Picea abies 'Echiniformis' und 'Little Gem'. Die Sorte Picea abies 'Inversa' kann bis zu zwölf Meter hoch werden. Sie ist eine Hängeform, deren Äste dicht am Stamm anliegen, wodurch sie sich für repräsentative Vorgärten eignet.

14.10.2016

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.

Kleine Präsidentenstraße 1
10178Berlin
Deutschland

Tel.:+49 30 2408699-0
Fax:+49 30 2408699-31

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