Modellprojekt der Diversität in der Fassadenbegrünung
Andreas Lichtblau ist mit seinem Unternehmen Teil der „Stadtbegrüner“, einer Kooperation von Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünern in Wien. Die nachträglich begrünte Fassade zeichnet sich durch die Anwendung verschiedenster Begrünungsformen an einem einzigen Objekt aus. Ergänzt wird dies durch Informationstafeln, die von der Bauherrin selbst erstellt wurden.
Das Projekt zeigt die Diversität der unterschiedlichsten Begrünungsmethoden an einer Fassade. Das war uns von Beginn an sehr wichtig gewesen.
Die Umsetzung beginnt im Erdgeschoss mit vorkultivierten Pflanzhecken. Im ersten Obergeschoss finden sich große Rank- und Schlingpflanzen, die sich über weitere Etagen erstrecken, sowie Gräser, Kleingehölze und Stauden für blühende und hängende Akzente. Das zweite Geschoss ist mit den für Wien typischen „Blumenkisterln“ gestaltet.
Im dritten Geschoss wurde ein vorgehängtes und hinterlüftetes Fassadenbegrünungssystem in Schichtbauweise mit Stauden und Kräutern bepflanzt. Im vierten Obergeschoss ragen zwei Graviplants, rotierende Bäume, horizontal aus der Fassade. Den Abschluss bildet eine Dachbegrünung.
Positive Effekte und Vorbildfunktion der Begrünung
Neben dem optischen Aspekt bietet die Fassadenbegrünung weitere positive Wirkungen. Dazu zählen die Energieeinsparung, Lärmminderung, Feinstaubbindung sowie die Kühlung des Wohnumfeldes. Zudem schafft sie Lebensraum für Tiere. Die ausgezeichnete Fassadenbegrünung ist die bisher einzige begrünte Wand in der Hannovergasse und deren näherem Umfeld.

