Auszeichnung für innovatives Blended Learning Konzept
Der deutsche Gartenbau integriert digitale Lernmethoden erfolgreich in seine Bildungsarbeit. Ein Beispiel hierfür ist die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau (LVG) Heidelberg, die für ihre Leistungen in der Kategorie „Berufliche Bildung“ mit dem Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung ausgezeichnet wurde. Die Verleihung fand am 24. November unter dem Motto „Anforderungen des digitalen Zeitalters – Konzepte für ein zukunftsfähiges Lernen“ statt.
Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt:
Die Fachschule zeichnet sich durch ein hervorragend umgesetztes Blended-Learning-Konzept zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung aus, das traditionelle Lehrmethoden mit moderner Technik kombiniert. Es ermöglicht zeitlich und räumlich flexibles Lernen und hilft den Studierenden, Beruf, Fortbildung und Familie in Einklang zu bringen. Die Altersstruktur der Studierenden reicht von Anfang 20 bis über 50. Die zentrale Lernplattform versammelt Unterlagen aus den Präsenzphasen sowie didaktisch gelungene, an unterschiedliche Zielgruppen angepasste digitale Lernmittel. Virtuelle Klassenräume bieten zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten. Die Lehrkräfte können trotz räumlicher Trennung individuelle Fragen zum Lernstoff behandeln. Der berufsbegleitende Weg zum Meister-Abschluss wird erleichtert, die Präsenzphasen entzerrt. Auch nach der Prüfung kann das Wissen über die Lernplattform aktualisiert werden. Die fortlaufende Weiterqualifizierung der Lehrenden und regelmäßige Evaluierungen sorgen für Qualität und Aktualität.
Die Auszeichnung wurde von Ulrich Weber, Personalvorstand der Deutschen Bahn AG, und Dr. Christian P. Illek, Personalvorstand der Deutschen Telekom AG, im Rahmen des Deutschen Arbeitgebertages überreicht. Die Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert und wurden in den Kategorien frühkindliche, schulische, berufliche und hochschulische Bildung vergeben. Die LVG Heidelberg plant, das Preisgeld in neue Tablets für ihre Fachschüler zu investieren.
