Auswirkungen des Klimawandels auf Pollenallergiker und städtische Planung
Die Auswirkungen des Klimawandels manifestieren sich für Pollenallergiker in einer früheren Blütezeit von Erle, Birke und Haselnuss, begleitet von einer tendenziell höheren Pollenkonzentration. Diese Entwicklung wurde im Rahmen des Climate and Health Summit während der 21. UN-Klimakonferenz (COP 21) in Paris thematisiert.
Ein wissenschaftlicher Beitrag von Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann, Experte der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) und Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID), sowie Dr. med. Wolfgang Straff vom Umweltbundesamt (UBA) wurde dort vorgestellt. Der Beitrag mit dem Titel „Klimawandel und Pollenallergie: Wie können Städte und Kommunen allergene Pflanzen im öffentlichen Raum reduzieren?“ enthält Empfehlungen für die Neuanpflanzung von Bäumen in urbanen Gebieten.
Strategien zur Reduzierung allergener Pflanzen
Ziel der Empfehlungen ist es, den Anstieg von Baumpollen in Städten zu begrenzen und allergischen Beschwerden vorzubeugen. In Deutschland sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens von einer Pollenallergie betroffen. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass im öffentlichen Raum auf Neupflanzungen von Baum- und Pflanzenarten mit allergenem Potenzial verzichtet werden sollte. Insbesondere die Birke weist ein hohes allergenes Potenzial auf.
Der vollständige Beitrag ist in der Ausgabe 02/2015 des Magazins „UMID“ des Umweltbundesamts veröffentlicht. Das UBA, die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) und die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) arbeiten zusammen, um die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Allergien zu erforschen und entsprechende Maßnahmen zu entwickeln.
Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF)
Die ECARF engagiert sich seit zehn Jahren für die Aufklärung über Allergien und die Förderung der medizinischen Forschung in diesem Bereich. Die Stiftung hat ihren Sitz an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und ist eine international tätige Stiftung im Bereich Allergien.
