Prävention und sichere Entfernung gegen EPS-Risiken
Mit steigenden Temperaturen beginnt im Frühjahr erneut die Saison des Eichenprozessionsspinners (EPS). Für den Garten- & Landschaftsbau, Kommunen und Betreiber öffentlicher Anlagen bedeutet das erhöhte Aufmerksamkeit. Die Raupen befallen Eichenbestände und stellen durch ihre Brennhaare eine erhebliche Gesundheitsgefahr für Menschen und Tiere dar.
Besonders betroffen sind Parks, Schulhöfe, Kindergärten, Friedhöfe und andere stark frequentierte Grünflächen. Ab Ende Mai entwickeln die Raupen ihre mikroskopisch feinen Gifthaare. Diese können bei Hautkontakt oder Einatmung starke Reizungen und allergische Reaktionen auslösen und sich durch Wind über weite Strecken verbreiten.
„Ob einzelne Bäume, Alleen oder ganze Wälder – ein Befall mit dem Eichenprozessionsspinner kann gravierende Folgen haben. Die toxischen Brennhaare der Raupen lösen bei Hautkontakt oder Einatmung starke Reizungen bis hin zu schweren allergischen Reaktionen aus“, erklärt Experte Dr. Christian Klockhaus, Director Science & Technology bei Rentokil Initial.
Da die Brennhaare über Monate hinweg in der Umgebung verbleiben können, besteht die Gefahr auch nach dem eigentlichen Raupenbefall fort. Für Betriebe im Gartenbau und für kommunale Auftraggeber ist daher ein frühzeitiges Handeln entscheidend.
Gezielte Bekämpfung: Vorbeugung und Akutmaßnahmen
Die Gefährdung beginnt bereits im Frühjahr. Vorbeugende Maßnahmen sollten ab Ende April umgesetzt werden, um eine Ausbildung der Brennhaare möglichst zu verhindern. Rentokil Initial setzt dabei auf ein präventives Spritzverfahren mit behördlich zugelassenen Wirkstoffen.
Zum Einsatz kommen selektiv wirkende, biologische Insektizide, die gezielt gegen junge Larvenstadien wirken und Nützlinge schonen. So kann die Population reduziert werden, bevor sich die gesundheitsgefährdenden Haare entwickeln.
„Die chemische Bekämpfung erfolgt mit zugelassenen Präparaten, die bereits in den ersten Larvenstadien ihre Wirkung entfalten. So verhindern wir, dass sich die toxischen Brennhaare überhaupt ausbilden, und verzeichnen einen Populationsrückgang des Eichenprozessionsspinners in den Folgejahren“, so Dr. Klockhaus weiter.
Das Verfahren gilt als schonend für Menschen und Nutztiere und kann in unterschiedlichen Umgebungen angewendet werden. Wichtig für die Planung: Ein häufig eingesetztes Mittel auf Basis von Neemöl verliert am 25. April 2025 seine Zulassung. Als Ersatz steht ein alternatives, ebenso wirksames Produkt zur Verfügung.
Beseitigung durch den Profi
Ist ein Befall bereits sichtbar, sollten keine Eigenmaßnahmen erfolgen. Unsachgemäße Eingriffe bergen erhebliche Gesundheitsrisiken. Selbst alte Nester enthalten noch Brennhaare, die schwere allergische Reaktionen auslösen können.
Methoden wie das Abflammen sind ungeeignet. Sie können Eichen schädigen und durch Thermik die Gifthaare zusätzlich verbreiten. Damit steigt das Risiko einer langfristigen Kontamination angrenzender Flächen.
„Die Bekämpfung sollte immer von Experten durchgeführt werden, um Gesundheitsrisiken zu minimieren und eine sichere Entfernung zu gewährleisten“, betont Dr. Klockhaus.
Für Akutfälle bietet das Unternehmen neben präventiven Maßnahmen auch eine mechanische Entfernung durch geschulte Fachkräfte an. Dabei kommt ein spezielles Absaugverfahren zum Einsatz.
Mechanische Akutbekämpfung bei Raupenbefall
Ab Ende Mai, wenn die Raupen ihre Brennhaare ausgebildet haben, gilt die mechanische Entfernung als sicherste Methode. Die Nester werden samt Gespinst und Brennhaaren vollständig abgesaugt.
„Mit unserer Spezialausrüstung entfernen wir die Raupen samt Gespinstnestern sicher und umweltfreundlich. Das biogefährliche Material wird anschließend fachgerecht entsorgt. Damit schützen wir Anwohner, Spaziergänger und Beschäftigte in betroffenen Gebieten“, erklärt Dr. Klockhaus.
Da Brennhaare bis zu zwölf Monate in der Umgebung verbleiben können, ist eine frühzeitige Strategie entscheidend. Insbesondere Kommunen und Betreiber öffentlicher Anlagen sollten rechtzeitig Maßnahmen planen, um die Ausbreitung im Sommer wirksam zu begrenzen.
