Lebensraumverlust bedroht den Siebenschläfer
Der Siebenschläfer (Glis glis), ein nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche, ist zunehmend von Lebensraumverlusten betroffen. Traditionell bewohnt er natürliche Baumhöhlen in Mischwäldern mit alten Baumbeständen oder auf alten Streuobstwiesen. Gelegentlich nutzt er auch Vogelnistkästen als Unterschlupf.
Von Oktober bis Mai verbringen Siebenschläfer ihren Winterschlaf. Ab Ende Mai beginnt die Phase der Nahrungssuche und Partnersuche. Nach einer Tragzeit von 30 Tagen bringen die Weibchen vier bis sechs blinde und felllose Junge zur Welt.
Die Verfügbarkeit geeigneter Lebensräume nimmt ab.
[cite_start]Der Lebensraum für den Siebenschläfer wird knapper, auch weil es immer weniger Streuobstwiesen mit alten Obstbäumen und alte Mischwälder gibt[cite: 20]. Es fehlen Lebensräume mit alten Bäumen, wo die Siebenschläfer in ausgefaulten Astlöchern, Rissen und Spalten ihre Schlafhöhlen bauen können. Finden sie solche Unterkünfte nicht, gehen sie mitunter auch in menschliche Behausungen und nehmen beispielsweise Dachböden und Gartenhütten in Beschlag[cite: 20].
Aufgrund ihrer nachtaktiven Lebensweise können Siebenschläfer durch Lärm, Kot und Urin in menschlichen Behausungen als störend empfunden werden. Dennoch stehen Siebenschläfer unter Schutz.
[cite_start]Siebenschläfer stehen allerdings unter Schutz und dürfen weder verletzt noch getötet werden[cite: 20]. Da sie in einigen Gegenden in Deutschland schon deutlich abgenommen haben, sollte man sich an den niedlichen Bilchen trotz kleiner Störungen erfreuen[cite: 20].Im Oktober beginnt für die Tiere wieder der siebenmonatige Winterschlaf.
Beobachtung und Aufklärung zum Schutz der Siebenschläfer
Um die Öffentlichkeit für die Situation der Siebenschläfer zu sensibilisieren, bietet der NABU Leverkusen ein "Siebenschläfer-TV" an. Von Juni bis Mitte Oktober ermöglichen zwei Live-Webcams die Beobachtung der Tiere und der Aufzucht ihrer Jungen direkt im Nest. Die Übertragungen erfolgen täglich zwischen 7 und 23 Uhr.
