Integration in den Lehrplan und praktische Anwendungen im Schulgarten
Der Schulgarten ist fest im Lehrplan des Eckenberg Gymnasiums verankert und dient der anschaulichen Vermittlung von Themen aus Biologie, Geographie und Kunst. Unterrichtsinhalte wie „Pflanzenfamilien“, „Bodenkunde“ oder „Freies Zeichnen“ werden hier praktisch umgesetzt. Schüler lernen heimische Wild-, Nutz- und Kulturpflanzenarten kennen und erfahren, wie die Bodenqualität durch Kompostwirtschaft und Mulchen verbessert werden kann. Zudem erkunden sie verschiedene Lebensräume wie Hecken, Teiche und Wiesen.
Im Rahmen von Projekttagen bauen die Schüler Insektenhotels oder Fledermauskästen. Aus den Gartenkräutern stellen sie Badezusätze oder Kräuteröle her, die auf Schulfesten verkauft werden. Auch die Schulküche nutzt den Garten zur Ernte frischer Kräuter und Beerenobst. Für Lehrkräfte aller Schularten werden jährlich mehrtägige Fortbildungen zum Thema Biodiversität angeboten, die Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht aufzeigen.
Geschichte und Zugänglichkeit des Schulgartens
Der Schulgarten wurde vor 25 Jahren am Eckenberg Gymnasium angelegt. Im Rahmen des Ferienprogramms des Fördervereins können auch Kinder und Jugendliche anderer Schulen den Garten besuchen. Der Garten ist frei zugänglich und wird auch von Spaziergängern genutzt.
Hintergrund der UN-Dekade Biologische Vielfalt
Die UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 ruft dazu auf, sich verstärkt für den Schutz der biologischen Vielfalt einzusetzen. Ziel ist es, die Bedeutung der Biodiversität für Leben und Wirtschaft zu verdeutlichen und persönliches Engagement für den Erhalt von Arten, Lebensräumen und Genen zu fördern. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines weltweiten Rückgangs der Biodiversität. In Deutschland werden im Rahmen der Dekade Projekte ausgezeichnet, die sich für Erhaltung, nachhaltige Nutzung und Vermittlung biologischer Vielfalt engagieren.
Seit 2017 werden im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ Projekte prämiert, die soziales Miteinander fördern und gleichzeitig zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. Bewerben können sich Einzelpersonen, Initiativen, Verbände, Stiftungen, Unternehmen sowie staatliche und nicht-staatliche Organisationen. Eine Fachjury entscheidet über die Auszeichnung.
