Neuer Klimawald in Bark gepflanzt

Naturschutz

In Bark wurde der zwölfte Klimawald der Region gepflanzt. Über 6.000 Setzlinge, darunter Bäume und Sträucher, wurden von rund 100 Helfern gesetzt. Ein weiterer Wald soll bald entstehen, um den waldarmen Norden zu unterstützen.

Aufforstung in Bark: Ein Beitrag zum Klimaschutz

In der Gemeinde Bark im Kreis Segeberg wurde ein neuer Wald angelegt. Auf der Fläche „Am Hundewald“ am Bastlohkamp pflanzte die gemeinnützige Stiftung Klimawald gemeinsam mit Bürgern den zwölften Klimawald in der Region.

In den kommenden drei Wochen soll in direkter Nachbarschaft der dreizehnte Klimawald in Schleswig-Holstein entstehen. Die Stiftung Klimawald plant, eine weitere Fläche von knapp 6 Hektar aufzuforsten. Die kürzlich aufgeforstete Fläche umfasst 10,4 Hektar. Beide Flächen wurden zuvor landwirtschaftlich genutzt. Durch diese Aufforstungen erhält Schleswig-Holstein zwei neue Wälder. Der waldarme Norden, dessen Waldanteil bei etwas mehr als 11 Prozent liegt, während der Bundesdurchschnitt rund 33 Prozent beträgt, wird somit durch das Engagement der Bürger und der Stiftung Klimawald zwei zusätzliche Wälder verzeichnen können.

Rund 100 Helfer, darunter Kinder und Jugendliche, pflanzten über 6.000 Setzlinge, bestehend aus Bäumen und Sträuchern. Es entstand ein Mischwald mit Arten wie Traubeneichen, Esskastanien, Rot- und Hainbuchen, Kiefern sowie Vogelkirschen. Die Stiftung Klimawald legte Wert auf blühende Bäume und Pflanzen, um die Insektenwelt zu fördern. Zusätzlich wird im Frühjahr ein 5 Meter breiter Blühstreifen mit Unterstützung der Jägerschaft um den neuen Klimawald angelegt. Die Stiftung Klimawald hob die Unterstützung durch die Gemeinde Bark, ihre Bürger und einige Unternehmen hervor, die das Projekt durch Spenden gefördert haben.

Die Pflanzaktion stand unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft pflanzen“. Alf Jark, Vorstand der gemeinnützigen Stiftung Klimawald, erläuterte die Funktion der Klimawälder:

Ein Klimawald ist ein Bürgerwald – gemeinsam gepflanzt und für alle Bürgerinnen und Bürger frei begehbar, sobald die Bäume groß genug sind. Beim Wachsen entziehen Klimawälder der Atmosphäre auf ganz natürlichem Weg Kohlenstoffdioxid (CO2) und binden den Kohlenstoff in der zuwachsenden Holzmasse. Das hilft unserem Klima.

Die Stiftung Klimawald ist eine Bürger-Mitmach-Stiftung aus Schleswig-Holstein, die neue Wälder pflanzt. Die Kohlenstoffsenkenleistung durch Fotosynthese und Holzwachstum in neu gepflanzten Wäldern ist erheblich. Über die Lebensdauer eines Baumes entziehen 10 Quadratmeter neu gepflanzter Wald der Atmosphäre 1 Tonne reines Kohlendioxid (CO2). Dies entspricht der CO2-Menge, die ein Pkw mit einem Verbrauch von rund 6 Litern auf 100 Kilometern auf einer Strecke von etwa 7.000 Kilometern ausstößt.

Wälder und Moorlandschaften zählen zu den kontinentalen CO2-Fängern, wodurch jeder Klimawald auch ein Kohlendioxid-Speicher ist. Jark ergänzte:

Wir freuen uns sehr, dass eine Bürgerin diese Fläche der gemeinnützigen Stiftung Klimawald mit einer Zustiftung übertragen hat. So ist jetzt auch hier im schönen Bark ein neuer Wald entstanden, der einen wertvollen Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz leistet.

Die beiden Klimawälder in Bark sind der zwölfte und dreizehnte in Schleswig-Holstein. Spenden für die Klimawälder in Bark und deren Pflege sind weiterhin willkommen und steuerlich absetzbar. Das Spendenkonto der Stiftung Klimawald wird bei der Förde-Sparkasse geführt (IBAN: DE40 2105 0170 1003 4060 46). Die Stiftung Klimawald ist daran interessiert, weitere Flächen zur Aufforstung in der Region zu erwerben, um zusätzliche Klimawälder zu schaffen.

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