Das Felsenbad-Konzept: Ästhetik und Ökologie vereint
Die Gestaltung von Badestellen im privaten Garten hat sich gewandelt. Während in den 1970er und 1980er Jahren der klassische Pool dominierte, liegt der Trend heute bei naturnahen Schwimmteichen. Diese Entwicklung spiegelt den Wunsch nach einer harmonischen Integration der Badestelle in die Gartengestaltung wider.
Ein Schwimmteich, der Wasser und Stein als Grundelemente der Gartengestaltung verbindet, kann vollständig ohne Chemikalien auskommen. Dies macht ihn ökologisch attraktiv. Ein Beispiel hierfür ist das von Landschaftsarchitekt Alexander Koch entwickelte „Felsenbad“, das ganzjährig optische Reize bietet.
Anstelle einer Poolumrandung werden beim Felsenbad Findlingsplatten aus Travertin verwendet. Diese Natursteinblöcke werden im Steinbruch der TRACO Deutsche Travertin Werke GmbH handverlesen. Ein klar gestalteter Holzsteg bildet einen Kontrast zu den Natursteinen und bietet gleichzeitig Platz für die Pumpentechnik.
Das Ergebnis ist ein Erscheinungsbild, das von elegantem Understatement geprägt ist. Die Steine scheinen auf dem Wasser zu schwimmen, und die Uferbereiche wirken naturnah. Der lange Holzsteg verstärkt diesen Eindruck. Alexander Koch, Inhaber von Koch + Koch Landschaftsarchitekten, hat mit dem Konzept des Felsenbades eine Badestelle geschaffen, die zu jeder Jahreszeit ästhetisch ansprechend ist.
Charakteristisch für diese Schwimmteich-Interpretation sind die handverlesenen Steinblöcke in der Uferzone. Alexander Koch arbeitet seit 2002 mit TRACO zusammen, einem Unternehmen, das auf Natursteinsorten wie Travertin, Dolomit und Muschelkalk spezialisiert ist.
Was das Material angeht, hat sich sowohl bei der Uferbefestigung als auch bei der Trennung zwischen Schwimmbereich und Sumpfzone der Thüringer Travertin von TRACO bewährt. Aufgrund seiner besonderen Farbgebung und Struktur passt er sich hervorragend in die Gartenumgebung ein und sorgt für einen stimmigen Übergang zwischen Wasser und Land.
Bereits während der Planungsphase wählt der Landschaftsarchitekt die Travertinblöcke im Steinbruch vor und arrangiert sie zu einem Gesamtbild. Neben Farbe und Struktur ist Travertin frostbeständig, was im Nassbereich von Bedeutung ist. Die offenporige Struktur des Natursteins führt im Laufe der Jahre zu einer Patina mit Details, die bei Materialien mit geschlossenen Oberflächen nicht entstehen. Aus diesem Grund verwendet Alexander Koch für seine Felsenbäder ausschließlich Travertin.
Mikrobiologisches Gleichgewicht und Gestaltungsfreiheit
Ein herkömmlicher Pool ist in der Regel ein abgedichtetes System mit Schwimmzone, Überlaufbereich, Filteranlage und Pumpe. Das Felsenbad ist ebenfalls ein zum Untergrund hin abgedichtetes System, funktioniert jedoch biologisch und ohne Chemikalien.
Das Zusammenspiel von Sand und Kies als mineralische Filterkörper sowie die Bepflanzung in der Regenerationszone gewährleisten ein mikrobiologisches Gleichgewicht und klares Wasser. Für nährstoffarme Schwimmteiche eignen sich Pflanzen wie Sumpfdotterblumen, Schwertlilien, Froschlöffel und Rohrkolben. Die Aufbauhöhen und das Verhältnis der Flächengrößen der einzelnen Zonen sind entscheidend für die Wasserqualität. Die im Holzsteg untergebrachte Pumpentechnik sorgt zeitgesteuert für einen konstanten Wasserkreislauf.
Auch technisch müssen für diese Bauweise allerlei Bedingungen erfüllt sein, um beste Wasserqualität zu erreichen.
Alexander Koch berücksichtigt bei der Planung die künftige Schwimmrichtung und die vornehmliche Windrichtung für die Positionierung der Sumpfzone. Nach Abschluss dieser planerischen Aufgaben bietet der Schwimmteich maximale Gestaltungsfreiheit, sowohl in der Fläche als auch in der Höhe. Durch den Einsatz der Travertinblöcke lässt sich ein Höhensprung realisieren, der sich harmonisch in die Gartenumgebung einfügt. Ein Höhenunterschied zwischen Natursteinfelsen und Wasserfläche kann zudem für einen Wasserfall genutzt werden.