Naturschutz

EMIKO Gruppe startet mit Mikroben-Einsatz am Rheinauensee

Die EMIKO Gruppe hat mit der Behandlung des westlichen Teils des Rheinauensees begonnen. Dabei kommen 2.500 Liter eines Mikroben-Cocktails sowie 250 Liter reine Fotosynthesebakterien zum Einsatz. Das Verfahren basiert auf einer seit über 20 Jahren bewährten Methode.

Biologische Sanierung des Rheinauensees

Die EMIKO Gruppe hat mit der Behandlung des westlichen Teils des Rheinauensees begonnen. Dabei kommen 2.500 Liter eines Mikroben-Cocktails sowie 250 Liter reine Fotosynthesebakterien zum Einsatz. Die verwendeten Organismen sind natürlichen Ursprungs und gelten als unbedenklich für Menschen und Tiere. Das Verfahren basiert auf einer Methode, die seit über 20 Jahren in mehr als 100 Ländern angewendet wird.

Das biologische Verfahren ist auf die Verträglichkeit für Flora und Fauna ausgelegt. Die Wirksamkeit wurde bereits im Vogelpark Troisdorf demonstriert. Die Mikroorganismen sollen den Sauerstoffgehalt des Sees erhöhen, um den Abbau von Schadstoffen im Sediment zu fördern. Ziel ist es, Fäulnis und Probleme im Tierbestand zu reduzieren. Eingriffe in die Flora und Fauna des Rheinauensees, wie das Umsetzen von Fischen oder Wasservögeln, sind dabei nicht erforderlich.

Auch die Zuwegungen zum See bleiben weitgehend unberührt, da auf den Einsatz schwerer Geräte verzichtet werden kann. Wie schon in Troisdorf, arbeitet EMIKO auch am Rheinauensee mit dem Gewässerdienst Beiten zusammen. Markus Beiten impft das Sediment des Sees direkt von einem Boot aus mit den Mikroorganismen.

So gelangen sie unmittelbar dorthin, wo sie ihre Aufgabe verrichten, im Sediment des Rheinauensees.

Erläutert Annette Mannschott, Projektleiterin für den Rheinauensee bei EMIKO, die Herausforderungen des Projekts. Sie weist darauf hin, dass der Rheinauensee mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von etwa 1,0 Meter, gespeist aus Rheinuferfiltrat, kein klassischer See ist. Dies führe insbesondere in heißen Sommern zu Problemen. Auch die großen Bestände an Wasservögeln und deren Fütterung tragen zu den Gegebenheiten bei.

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg begleitet das Projekt labortechnisch. Durch kontinuierliche Probenentnahmen und Analysen erhofft sich EMIKO ein besseres Verständnis der Prozesse im Rheinauensee. Es wird erwartet, dass es nach der Impfung zu einer Erstreaktion kommen kann, die eine kurzfristige, auch optisch wahrnehmbare Verschlechterung des Zustandes bewirken kann. Diese sei jedoch nach wenigen Tagen vorüber.

Mithilfe der analytischen Begleitung durch die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg erhalten wir Hinweise, ob und wann ggf. nachbeimpft werden muss.

Betont Mannschott. Das EMIKO-Team sieht in der Mitwirkung an diesem Projekt einen Beitrag zur Gesundung des Naherholungsziels Rheinauensee.

15.03.2021

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