Internationale Zusammenarbeit und Ziele der Bonn Challenge
Die von der Bundesregierung initiierte Bonn Challenge, eine Aktionsplattform zum Wiederaufbau von Wäldern, verzeichnet nach fünf Jahren Zusagen für die Wiederherstellung von über 100 Millionen Hektar Waldfläche. Dies entspricht einer Fläche, die dreimal so groß ist wie Deutschland. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, äußerte sich dazu auf dem Weltnaturschutzkongress der Internationalen Naturschutzunion (IUCN).
Die Bonn Challenge hat sich zu einer bedeutenden internationalen Plattform entwickelt, die eine wachsende Zahl engagierter Staaten vereint. Länder wie Indonesien, China, Brasilien, Costa Rica, El Salvador, Ruanda und Südkorea kooperieren mit Geberländern wie Deutschland und Norwegen sowie Unternehmen und Organisationen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 insgesamt 150 Millionen Hektar Wald und Landschaften wiederaufzubauen, insbesondere in den gefährdeten Waldregionen der Tropen und Subtropen.
Unterstützung und Finanzierung
Ein neu eingeführtes Bonn Challenge Barometer soll sechs Pilotländer dabei unterstützen, ihre nationalen Verpflichtungen umzusetzen. Schwarzelühr-Sutter betonte die Bedeutung dieser Initiative:
Nur mit dem Wiederaufbau und dem Schutz der verbliebenen Wälder können wir die globalen Klimaziele schaffen. Die 'Bonn Challenge' leistet hier einen wichtigen Beitrag.
Das Bundesumweltministerium (BMUB) hat bislang über 25 Projekte zum Waldwiederaufbau mit fast 90 Millionen Euro aus der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) gefördert. Bis 2020 sind weitere 200 Millionen Euro aus der IKI für diese Förderung vorgesehen.
Der IUCN-Weltkongress, der alle vier Jahre stattfindet, ist der größte Naturschutzkongress weltweit. In diesem Jahr wurde er vom 1. bis 10. September auf Hawaii abgehalten.
