Baumaschinen und Baugeräte

Musterprojekt für sicheren Transport von Erdbaumaschinen vorgestellt

Eine Branchenallianz präsentiert auf der bauma 2025 eine normgerechte Musterlösung zur Ladungssicherung von Erdbaumaschinen. Hochwertige, zertifizierte Zurrpunkte sollen Sicherheit erhöhen und Haftungsrisiken minimieren.

Allianz setzt Maßstäbe bei der Ladungssicherung

Mehr Sicherheit beim Transport von Baumaschinen – insbesondere von Erdbaumaschinen – ist das erklärte Ziel einer Kooperation aus Industrie und Praxis. Die Goldhofer AG, die Kässbohrer Geländefahrzeug AG, der Zurrmittelspezialist RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG sowie das Bau- und Logistikunternehmen Max Wild GmbH haben hierzu ein Musterprojekt entwickelt, das erstmals auf der bauma 2025 vorgestellt wurde.

Grundlage ist § 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO). Demnach müssen Ladungen so gesichert sein, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichmanövern weder verrutschen noch umfallen oder herabfallen können. Maßgeblich sind dabei die anerkannten Regeln der Technik, insbesondere die Richtlinie VDI 2700 sowie die DIN EN 12195-1.

In der Praxis wird diesen Vorgaben jedoch häufig nicht ausreichend Beachtung geschenkt. Besonders das Thema Zurrpunkte wird oft vernachlässigt. Minderwertige oder normwidrige Lösungen führen zu Sicherheitsdefiziten – mit Haftungsrisiken für Hersteller, Spediteure, Verlader und Fahrer.

Gemeinschaftsprojekt als Musterlösung

Vor diesem Hintergrund plädiert die als „Süddeutsche Allianz“ auftretende Partnerschaft für den Einsatz hochwertiger und zertifizierter Zurrpunkte. Ziel sind Lösungen, die sämtlichen gesetzlichen und technischen Anforderungen entsprechen und damit rechtliche sowie technische Sicherheit gewährleisten.

Als Praxisbeispiel präsentierten die Partner auf der bauma 2025 die normgerechte Transportsicherung eines PowerBully 12D von Kässbohrer auf einem TRAILSTAR-Tieflader von Goldhofer. Die Sicherung basiert auf Zurrpunkten von RUD und wird von Max Wild bereits im Baustelleneinsatz genutzt.

Normkonforme Zurrpunkte von Beginn an

Zum Einsatz kamen RUD-Zurrpunkte vom Typ LPW Lashing-Point-Welding am PowerBully 12D sowie Optilash-Fix am Tieflader. Die Auslegung erfolgte bereits in der Entwicklungsphase unter Berücksichtigung aller relevanten Fahrzeugparameter und möglicher Worst-Case-Szenarien.

Die Lösungen erfüllen die Anforderungen von StVO, VDI 2700 und DIN EN 12195-1 sowie internationale Standards wie ISO 15818:2017 und DIN EN 12640:2020-05. Berücksichtigt werden dabei unter anderem Platzierung, Material, Mindestzurrkraft, Qualitätsprüfung und Kennzeichnung der Zurrpunkte.

Die beteiligten Hersteller unterstreichen damit ihre Verantwortung für eine sichere Transportlösung bereits ab Werk. Für Anwender wie Max Wild steht neben der technischen Qualität insbesondere die Rechtssicherheit im Fokus.

Langfristiges Engagement für mehr Sicherheit

Die Partner wollen ihr Engagement über die bauma 2025 hinaus fortsetzen und das Bewusstsein für normgerechte Ladungssicherung im Schwerlastbereich weiter schärfen. Geplant sind zusätzliche Aktivitäten, um die Bedeutung fachgerecht ausgelegter Zurrpunkte stärker in den Fokus von Herstellern, Spediteuren und Bauunternehmen zu rücken.

„Wenn unser Beispiel Schule macht, ist schon viel erreicht“, fasst Felix Maier, Key Account Manager bei RUD, die gemeinsame Hoffnung und Überzeugung der vier Allianzmitglieder zusammen.

04.09.2025

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG

Friedensinsel 1
73432Aalen
Deutschland

Tel.:+49 7361 504-0
Fax:+49 7361 504-1450

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