Branchenverbände, Verbände und Organisationen

Erste gemeinsame Tagung der norddeutschen Friedhofsgärtner

Die Friedhofsgärtner der Verbände GVN und WVG Niedersachsen trafen sich erstmals zu einer gemeinsamen Tagung. Dabei wurden Ergebnisse der Bundesarbeitstagung vorgestellt und die Imagekampagne "Es lebe der Friedhof" diskutiert. Auch die Vorbereitung der LGS Norderstedt 2011 war Thema.

Kooperation und wichtige Themen der Friedhofsgärtner

Die Friedhofsgärtner des Gartenbauverbandes Nord (GVN) und des Wirtschaftsverbandes Gartenbau (WVG) Niedersachsen trafen sich am 23. Februar 2011 erstmals zu einer gemeinsamen Tagung. In Walsrode begrüßten die Vorsitzenden der Landesfachgruppen, Helmut Barthels (GVN, Hamburg) und Horst Rechter (WVG, Hannover), rund 100 Teilnehmer.

Im Rahmen einer internen Sitzung wurden die Ergebnisse der Bundesarbeitstagung des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) 2011 in Augsburg vorgestellt und diskutiert. Ein zentrales Thema war dabei die Fortsetzung der Imagekampagne „Es lebe der Friedhof“. Zudem wurden niedersächsische Kollegen für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Landesgartenschau (LGS) Bad Essen 2010 geehrt. Ein weiterer Punkt war die Vorbereitung des Ausstellungsbereiches „Friedhofskultur“ für die LGS Norderstedt 2011 in Schleswig-Holstein.

Im öffentlichen Teil der Tagung begrüßte Andreas Lohff, Präsident des Gartenbauverbandes Nord, die Anwesenden und äußerte sich positiv über die zunehmende Kooperation der beiden Gartenbau-Landesverbände.

Akzeptanz von Komplettgrabanlagen und die Rolle der Friedhofsgärtner

Wiebke Lohff von der Hochschule Rhein-Main präsentierte einen Fachvortrag zur „Ursachenanalyse der unterschiedlichen Akzeptanz gärtnerbetreuter Komplettgrabanlagen in Hessen“. Ihre Untersuchung zeigte, dass die Motivation der beteiligten Betriebe einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg dieser Angebote hat. Eine positive Wahrnehmung durch das äußere Erscheinungsbild der Grabfelder bei Kunden fördere die Akzeptanz. Ein schlechter Pflegezustand hingegen sei direkt mit dem Misserfolg solcher Grabfelder verbunden.

Weitere negative Faktoren für den Erfolg sind die Ablehnung des Angebots durch Bestattungsunternehmen sowie eine mangelhafte Gesamtgestaltung der Anlage. Lohff betonte, dass viele unterschiedliche Aspekte die Akzeptanz gärtnerbetreuter Komplettgrabfelder beeinflussen und die jeweilige Situation vor Ort bei der Entwicklung von Lösungsansätzen berücksichtigt werden müsse.

Der Bestatter Fritz Roth sprach über die Bedeutung, den Tod persönlich zu nehmen. Er ermutigte die norddeutschen Friedhofsgärtner, ihre Rolle als Begleiter der Trauernden zu überdenken.

Man müsse wieder Mut machen, auf den Tod zu schauen, denn für die Auseinandersetzung mit dem Tode gebe es in der aufgeklärten, modernen Gesellschaft weder Raum noch Zeit. In der Begleitung des Trauernden komme es auf vier Elemente an: Heimat geben (am bestem im vertrauten Zuhause), Zeit geben, persönlich trauern (Person des Toten) sowie Erinnerung individuell ermöglichen und unterstützen. Das eingefahrene Berufsbild der Gewerke am Friedhof sei zunehmend überholt und deshalb in Frage zu stellen. Auch der Wettbewerb mit Bestattungswäldern sei ohne grundsätzliche Neuausrichtung nicht zu gewinnen.

Roth schlug vor, sich mit der Frage auseinanderzusetzen: „Was würde ich mir für meinen Sterbefall wünschen?“ Die Vorsitzenden Barthels und Rechter zogen ein positives Fazit der ersten gemeinsamen Tagung und wünschten den Teilnehmern einen erfolgreichen Geschäftsverlauf für das Jahr 2011.

25.02.2011

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Gartenbauverband Nord e.V.

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22113Hamburg
Deutschland

Tel.:+49 (0)40/78-4697
Fax:+49 (0)40/78-7687

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