Neun Jahre Engagement für den Klimaschutz in Dithmarschen
In der geografischen Mitte Dithmarschens steht der erste offizielle Klimabaum, der am 4. Mai 2011 von der Stiftung Klimawald, der Gemeinde Epenwöhrden und dem damaligen Kreispräsidenten Karsten Peters gepflanzt wurde. Dieser Baum, eine Stieleiche, markiert seitdem das Zentrum des Kreises. Die genauen Koordinaten des Standortes an der Landesstraße 147 in Epenwöhrden wurden von Martin Grikschat vom Vorstand der Stiftung Klimawald ermittelt und vom damaligen Katasteramt Meldorf bestätigt.
Der Klimabaum Nummer 1 steht für neun Jahre Engagement im Klimaschutz. Er gedeiht prächtig und ist ein sichtbares Zeichen für das Motto der gemeinnützigen Stiftung Klimawald: „Gemeinsam Zukunft pflanzen“. Neben der Stieleiche kennzeichnen ein großer Findling und ein Schild das Zentrum Dithmarschens.
Henning Staack, Bürgermeister der Gemeinde Epenwöhrden, äußerte sich zur diesjährigen Feier:
Bislang haben wir jeden Pflanzgeburtstag gemeinsam mit der Stiftung Klimawald und vielen Bürgern gebührend gefeiert. Bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Distanzregeln haben wir uns zusammen mit der Stiftung Klimawald entschieden, den neunten Pflanzgeburtstag nicht wie gewohnt in großer Runde zu feiern.
Trotz der Umstände sieht die Gemeinde den Klimawald als Zeichen der Zuversicht.
Alf Jark, Stifter und Vorstandsmitglied der Stiftung Klimawald, berichtet, dass bundesweit 20 offizielle Klimabäume gepflanzt wurden. In der zehnjährigen Geschichte der Stiftung konnten zudem zehn Klimawälder durch Spenden angelegt werden. Die Stiftung Klimawald, die im September ihr zehnjähriges Bestehen feiert, arbeitet ehrenamtlich und verfolgt das Ziel, mehr Bäume zu pflanzen, da diese eine wichtige Rolle für das Klima spielen.
Die Stiftung Klimawald legt im Norden neue Wälder an, um den Klimawandel auf natürliche Weise abzumildern. Kohlendioxid (CO2) gilt als Hauptverursacher der Klimaerwärmung. Pflanzen können dieses Gas in festen Kohlenstoff umwandeln und speichern. Oberforstrat Franz Isfort, ebenfalls Stifter, erläutert:
Bäume gehören zu den besten CO2-Fängern der Erde und schließen dieses treibhausfördernde Gas als festen Kohlenstoff bei der Holzbildung ein.
Die entstehenden Klimawälder wirken als CO2-Senken, indem sie gasförmigen Kohlenstoff binden und diesen mit einem Bewirtschaftungskonzept über mehrere hundert Jahre der Atmosphäre entziehen. Isfort ergänzt:
Wälder waren und sind der natürliche Sonnenschirm der Erde. Dieser Schirm hat jedoch ganz erhebliche Löcher bekommen.
Alf Jark fügt hinzu, dass zehn Quadratmeter neuer Wald über ein Baumleben (100 Jahre) im Schnitt mindestens eine Tonne Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen und im Holz binden. Die Stiftung Klimawald ist als gemeinnützige Institution anerkannt und unterliegt staatlicher Aufsicht. Dies gewährleistet, dass alle Finanzmittel ausschließlich für die Schaffung neuer Wälder eingesetzt werden. Bürger und Unternehmen können die Stiftung unterstützen, beispielsweise durch eine Spende von 40 Euro, die die Entstehung von mindestens zehn Quadratmetern zusätzlichem Klimawald ermöglicht.
Eine Spende kann auch einem Menschen gewidmet werden, um ein Geschenk von bleibendem Wert zu machen. Das zehnjährige Jubiläum der Stiftung im September wird ebenfalls nicht im großen Rahmen gefeiert werden können. Alf Jark vom Vorstand der Stiftung erklärt:
Wir mussten uns jetzt entscheiden, ob wir Einladungen versenden, die Vorbereitungen finalisieren und nötige Buchungen vornehmen. Aufgrund der Corona-Auswirkungen lässt sich derzeit nichts sicher vorhersagen, so dass wir schweren Herzens entschieden haben nicht zu einem großen Festakt und Klimasymposium einzuladen.
