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Neues Gütesiegel „Flächenbewusste Kommune“ erstmals verliehen

Vier bayerische Kommunen wurden erstmals mit dem staatlichen Gütesiegel „Flächenbewusste Kommune“ ausgezeichnet. Ziel ist es, den Flächenverbrauch zu reduzieren und Anreize für nachhaltige Entwicklung zu schaffen. Umwelt- und Bauminister betonten die Bedeutung dieser Initiative.

Bayern zeichnet Vorreiter im Flächensparen aus

Das staatliche Gütesiegel „Flächenbewusste Kommune“ wurde erstmals an vier Preisträger in Bayern vergeben. Ziel ist es, Anreize zur Reduzierung des Flächenverbrauchs zu schaffen. Dies betonten Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber und Bayerns Bauminister Dr. Hans Reichhart bei der Übergabe der Auszeichnungen.

Boden ist nicht vermehrbar. Wir wollen den Flächenverbrauch im Freistaat deutlich und dauerhaft senken. Der Koalitionsvertrag gibt ein klares Ziel vor: Fünf Hektar pro Tag. Wir setzen dabei auf eine enge Partnerschaft mit den Kommunen. Die Kommunen sollen auch weiterhin selbst über ihre Entwicklung entscheiden können. Baulücken und Brachflächen im Ort sind der Schlüssel zum Flächensparen. Die ausgezeichneten Kommunen zeigen mit tollen Konzepten und besonderem Engagement, wie wir gemeinsam erfolgreich Flächen sparen können.

Für Bauminister Reichhart stellt Flächensparen eine Verpflichtung zur Bewahrung natürlicher Lebensgrundlagen dar. Er verwies auf die Förderinitiativen „Innen statt Außen“ und „Flächenentsiegelung“, die Kommunen Impulse zur Nutzung von Innenentwicklungspotenzialen geben. Hierfür werden jährlich 100 Millionen Euro bereitgestellt. Drei der vier Preisträger sind in der Städtebauförderung aktiv. Das neue Gütesiegel soll weitere Kommunen für das Flächensparen gewinnen.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des 7. Bayerischen Flächenspar-Forums in Regensburg statt. Ausgezeichnet wurden:

  • Gemeinde Litzendorf (Oberfranken)
  • Gemeinde Schleching (Oberbayern)
  • Stadt Waldsassen (Oberpfalz)
  • Allianz Hofheimer Land (Unterfranken), bestehend aus sieben Kommunen:
    • Stadt Hofheim i. UFr.
    • Aidhausen
    • Bundorf
    • Burgpreppach
    • Emershausen
    • Maroldsweisach
    • Riedbach

Das Gütesiegel wird an Kommunen verliehen, die ein aktives Flächenmanagement betreiben und innovative Ansätze zur Reduzierung des Flächenverbrauchs umsetzen. Dazu gehören der Ankauf innerörtlicher Grundstücke, die Rücknahme von Bauflächen, die Renaturierung und Aufwertung von Ortskernen sowie weitere Maßnahmen zur Umsetzung des Grundsatzes Innen- vor Außenentwicklung.

Als wirksame Instrumente zum Flächensparen gelten auch kommunale Grundstücks- und Leerstandsbörsen mit kostenlosen Sanierungsberatungen. Die Flächenmanagement-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Umwelt dient Kommunen zur Erfassung, Bewertung und Aktivierung innerörtlicher Flächen. Sie wird auch im Rahmen der Dorferneuerung und integrierten ländlichen Entwicklung eingesetzt.

Der aktuelle Flächenverbrauch in Bayern beträgt 11,7 Hektar pro Tag. Diese Zahl umfasst Siedlungs- und Verkehrsflächen, von denen etwa 50 Prozent tatsächlich versiegelt sind. Weitere Informationen sind über das Bündnis für Flächensparen verfügbar, das mittlerweile 55 Bündnispartner zählt.

10.10.2019

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