Bedeutung des Biolandbaus und Finanzierungsforderungen
Die Agrarreform muss den Biolandbau besonders unterstützen. Er bietet Lösungen für zahlreiche Herausforderungen im Umweltschutz, etwa im Klima-, Boden- und Gewässerschutz. Der Biolandbau trägt zudem zum Erhalt der Artenvielfalt bei.
Dies erklärte Jan Plagge, Präsident von Bioland. Der Verband appelliert an Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner und die Landwirtschaftsminister der Bundesländer, in den Verhandlungen mit den EU-Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament eine zielgerichtete Unterstützung des ökologischen Landbaus zu verankern.
Diese Forderung steht im Einklang mit dem Ziel der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche so schnell wie möglich auf Biolandbau umzustellen. Bioland schlägt eine deutliche Erhöhung der EU-Kofinanzierungssätze für den Biolandbau vor.
Bislang ist vorgesehen, dass der ökologische Landbau lediglich den allgemeinen Regelsatz von 50 Prozent aus dem EU-Topf erhält. Dies würde die Entwicklung dieses Anbausystems von der Kassenlage in Bund und Ländern abhängig machen.
Kritik an der Finanzierung der „Zweiten Säule“
Bioland zeigt sich enttäuscht über die unzureichende finanzielle Ausstattung und Beteiligung der EU an der „Zweiten Säule“. Der Verband fordert eine Verdopplung der Finanzmittel für den Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums.
Um den umweltpolitischen Herausforderungen gerecht zu werden, muss die EU hier mehr Finanzmittel für den ökologischen Landbau und weitere umweltverträgliche Landbewirtschaftungsmaßnahmen bereitstellen.
Dies betonte Plagge. Die detaillierte Stellungnahme des Bioland e.V. zu den Legislativvorschlägen der EU-Kommission zur Agrarreform ab 2014 ist im Internet verfügbar.