Internationale Zusammenarbeit für den Erhalt der Streuobstwiesen
Die Europäische Union initiiert mit dem Projekt „LUIGI“ eine länderübergreifende Maßnahme, um dem Rückgang der Streuobstwiesen im Alpenraum entgegenzuwirken. Das bayerische Agrarministerium beteiligt sich an diesem Vorhaben, das von der EU mit insgesamt 2,3 Millionen Euro gefördert wird.
Neben dem bayerischen Ministerium sind Institutionen aus Österreich, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz Kooperationspartner. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die landeskulturelle und ökologische Bedeutung des Streuobstanbaus in den beteiligten Ländern.
Fokus auf Vermarktung und Biodiversität
Dem bayerischen Landwirtschaftsministerium stehen im Rahmen des Projekts über 150.000 Euro zur Verfügung. Diese Mittel sollen primär zur Förderung der Vermarktung von Streuobst-Erzeugnissen eingesetzt werden. Der Freistaat verfolgt dabei das Prinzip „Erhalt durch Nutzung“, indem er gezielt den Absatz von Produkten aus diesen extensiv bewirtschafteten Flächen unterstützt.
Die Bedeutung von Streuobstwiesen für die Biodiversität wird dabei besonders hervorgehoben.
Hintergrund des Projekts „LUIGI“
Der Name LUIGI steht für „Linking Urban and Inner-Alpine Green Infrastructure – Multifunctional Ecosystems Services for more liveable territories“. Das Projekt ist auf eine Dauer von zweieinhalb Jahren angelegt und ist Teil des Strukturförderungsprogramms INTERREG der Europäischen Union.
Im Rahmen der europäischen Struktur- und Investitionspolitik (EFRE) wird durch dieses Programm die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gefördert.
