Horizont 2020: Forschungsschwerpunkt "Grün macht gesund"
Die Europäische Union hat das Forschungsprogramm Horizont 2020 verabschiedet, das bis zum Jahr 2020 rund 70 Milliarden Euro für Forschung und Innovation vorsieht. Ein wesentliches Ziel dieses Programms ist die Förderung der Forschung im Bereich der grünen Branche.
Die European Landscape Contractors Association (ELCA) begrüßt die Entscheidung des Rates der Europäischen Union vom 3. Dezember 2013. Die ELCA hatte sich in den vergangenen Jahren dafür eingesetzt, die Erforschung der positiven Wirkung eines grün geprägten Lebensumfeldes auf Gesundheit und Wohlergehen sowie die Wirksamkeit von Stadtgrün zur Verbesserung des Klimas im urbanen Raum in Horizont 2020 zu integrieren.
Für die europäischen Landschaftsgärtner war es von Bedeutung, dass im dritten Kernziel von Horizont 2020 das Thema "Grün macht gesund" als Forschungsschwerpunkt im Bereich Gesundheit, Demografischer Wandel und Wohlergehen verankert wurde. Dies ermöglicht eine wissenschaftliche Untersuchung der Bedeutung von Stadtgrün.
Denn nur auf Basis fundierter und wissenschaftlich geprüfter Daten könne der Garten- und Landschaftsbau gezielt innovative Lösungen rund ums Bauen mit Grün in den Städten und Wohnanlagen und für den Wirtschaftsbau entwickeln.
Dies erklärte ELCA-Präsident Emmanuel Mony. Die europäische GaLaBau-Branche erwartet von den Ergebnissen dieser gezielten Forschung Impulse, um nachhaltige landschaftsgärtnerische Arbeitsfelder zu erschließen und damit Märkte und Beschäftigung zu sichern.
Aus diesem Grund ist das EU-Forschungsprogramm Horizont 2020 ein wichtiger Pfeiler der Zukunftsstrategie der Galabau-Branche.
so Mony weiter.
Umfang und Ziele des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020
Mit Horizont 2020 beabsichtigt die Europäische Union, Innovationen voranzutreiben, die führende Rolle europäischer Industrien auszubauen und Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Das Programm umfasst ein breites Spektrum an Fördermöglichkeiten, darunter Verbundprojekte, Einzelförderung exzellenter Forscher, Mobilitäts- und Ausbildungsaktivitäten, Unterstützungs- und Begleitmaßnahmen, öffentlich-öffentliche beziehungsweise öffentlich-private Partnerschaften, Risikokapitalfinanzierungen, innovatives Beschaffungswesen sowie Preise.
Die ersten Ausschreibungen wurden voraussichtlich am 11. Dezember 2013 auf dem Teilnehmerportal für Horizont 2020 veröffentlicht.