Baustoffe & Materialien

EUROBAUSTOFF verzeichnet deutliches Umsatzplus im ersten Halbjahr 2021

Die EUROBAUSTOFF Kooperation erzielte im ersten Halbjahr 2021 ein kumuliertes Umsatzplus von 16 Prozent. Trotz positiver Entwicklung beeinflussten Lieferengpässe und Preissteigerungen das Geschäft maßgeblich. Ein Großteil des Wachstums ist auf Preiserhöhungen zurückzuführen, nicht auf den Mengenabsatz.

Herausforderungen und Einflussfaktoren des Umsatzwachstums

Die EUROBAUSTOFF Kooperation setzte ihre positive Entwicklung im ersten Halbjahr 2021 fort. Bis zum 30. Juni 2021 wurde ein kumuliertes Umsatzplus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt. Das Einkaufsvolumen der 454 Gesellschafter erreichte dabei 4,2 Milliarden Euro.

Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der EUROBAUSTOFF Geschäftsführung, bewertet das Ergebnis als positiv, weist jedoch auf externe Faktoren hin, die das Geschäft maßgeblich beeinflussen. Dazu zählen Lieferengpässe in vielen Warenbereichen und damit verbundene Preissteigerungen.

Das zweistellige Umsatzplus in den ersten sechs Monaten des Jahres ist daher in erster Linie getrieben durch die Preiserhöhungen anstatt durch den Mengenabsatz. Eine Situation, die sich im Verlauf des ersten Halbjahres immer weiter zugespitzt hat.

Dies erläutert Geschäftsführer Jörg Hoffmann, verantwortlich für den Bereich Finanzen. Hartmut Möller, Geschäftsführer für Gesellschafterbetreuung, Einkauf sowie die Ländergesellschaften in Österreich und der Schweiz, ergänzt, dass der globale Baustoffmarkt bei Problemen in der Produktionskette betroffen sei. Mehrere Probleme, oft im Zusammenhang mit dem konjunkturellen Aufschwung nach der Corona-Pandemie, führten zu Lieferengpässen in weiten Teilen der Branche. Eine ähnliche Entwicklung sei in Österreich und der Schweiz feststellbar. Zudem sei ein Hamstereffekt zu beobachten, da Handwerker verstärkt Produkte auf Lager legen. Diese Lagereffekte seien schwer abzuschätzen und könnten zu einem späteren Zeitpunkt zu fehlendem Umsatz führen.

Entwicklung der Warenbereiche im ersten Halbjahr 2021

Die Warenbereiche Holz und Bauelemente, Technischer Einkauf sowie Trockenbau/Dämmstoffe trugen maßgeblich zum Geschäftsverlauf bei. Im Bereich Holz und Bauelemente wurde ein Plus von 34,8 Prozent erzielt, was die anhaltend hohe Nachfrage nach Holzbauprodukten widerspiegelt. Hier gab es jedoch deutliche Unterschiede zwischen Umsatz- und Absatzentwicklung in vielen Holz-Sortimenten. Eine Beruhigung der Lage wird für das zweite Halbjahr erwartet, da der Preiszenit in vielen Holzsortimenten überschritten sei.

Der Technische Einkauf verzeichnete ein Plus von 28,2 Prozent. Hier trug der Bereich Stapeln und Heben durch die Umrüstung von Staplerflotten auf Elektroantriebe zum größten Wachstum bei. Im Warenbereich Trockenbau/Dämmstoffe konnte der Trockenbau seine Position mit einem Plus von 20,1 Prozent ausbauen. Auch hier waren erhebliche Preiserhöhungen festzustellen; so verdreifachte sich beispielsweise der Rohstoffpreis für Trockenbauprofile innerhalb von neun Monaten. Eine hohe Dynamik zeigte sich auch im Warenbereich Dach & Fassade/Baumetalle mit einem Umsatzplus von 19,3 Prozent. Sowohl das Steil- als auch das Flachdachsegment wiesen leichte Absatzsteigerungen, aber deutliche Preiserhöhungen auf.

Im Tiefbau und GaLaBau wurde ein Umsatzplus von 16,5 Prozent erzielt. Im Tiefbau steigt die Verfügbarkeit einzelner Sortimente wie Kunststoffrohre wieder. Der GaLaBau profitiert von einer anhaltend guten Auftragslage und einer Auslastung der Betriebe, die bis weit in das kommende Jahr reicht. Das Fliesensegment verbesserte sein Einkaufsvolumen um 10,6 Prozent. Die Warenverfügbarkeit bei Fliesen ist weiterhin hoch, was im Gegensatz zu anderen Warenbereichen zu einem ungebrochenen Preisdruck führt. Der Einzelhandel, der im ersten Halbjahr ein Plus von 8,4 Prozent erreichte, meldet für einige Sortimente eine spürbare Rohstoffverknappung, insbesondere bei Holzprodukten wie Bodenbelägen und Gartenhäusern. Im Sortiment Farben, Lacke hat sich die Warenversorgung stabilisiert. Im Hochbau bleibt die Umsatzentwicklung mit einem Plus von 7 Prozent positiv. Im Rohbau kommt es jedoch teilweise zu Verzögerungen, da Materialien für die Herstellung von Bodenplatten und Kellern nicht zeitnah verfügbar sind.

Ausblick für das Gesamtjahr

Dr. Eckard Kern betont, dass abzuwarten bleibt, wie sich die Entwicklungen bei Lieferfähigkeit und Preisniveau auf das zweite Halbjahr auswirken. Die EUROBAUSTOFF rechnet für den weiteren Jahresverlauf mit einer schrittweisen Normalisierung der Lage.

Unter dem Strich sind wir weiterhin sehr gut auf Kurs und die Baunachfrage bleibt bei einem gleichzeitig soliden Auftragspolster für die meisten Gewerke ungebrochen hoch. Für das Gesamtjahr 2021 gehen wir daher für die EUROBAUSTOFF von einem Plus im oberen einstelligen Bereich aus. Entscheidend ist und bleibt, dass unsere Gesellschafter für die aktuellen Herausforderungen gerüstet sind und wir sie als Kooperationszentrale mit unserem Dienstleistungscampus bei vielen administrativen, vertrieblichen und zukunftsorientierten Aufgaben unterstützen können.

02.08.2021

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