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Hüftgelenksarthrose als Berufskrankheit anerkannt: Tipps für den GaLaBau

Die Hüftgelenksarthrose ist seit dem 1. August 2021 offiziell als Berufskrankheit anerkannt. Dies betrifft auch Beschäftigte im Garten- und Landschaftsbau, die regelmäßig schwere Lasten heben. Die BG BAU gibt Empfehlungen zur Prävention.

Hüftgelenksarthrose: Anerkennung und Prävention im GaLaBau

Die Hüftgelenksarthrose wird seit dem 1. August 2021 offiziell als Berufskrankheit anerkannt. Diese Neuerung betrifft auch Beschäftigte im Garten- und Landschaftsbau, die regelmäßig schwere Lasten heben und tragen. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) weist auf die Risiken hin und gibt Empfehlungen zur Prävention.

Tägliches Heben und Tragen von schweren Lasten kann zu einem Verschleiß des Hüftgelenks führen. Erste Anzeichen sind oft schleichende Leistenschmerzen oder Bewegungseinschränkungen. Werden diese Symptome über Jahre ignoriert, kann ein chronischer Verschleiß entstehen, der nicht mehr rückgängig zu machen ist. Betroffen sind insbesondere Berufsgruppen, die körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten ausführen.

Voraussetzungen für die Anerkennung als Berufskrankheit

Bereits vor der offiziellen Verordnung wurde die Hüftgelenksarthrose als sogenannte „Wie-Berufskrankheit“ anerkannt, sofern das Krankheitsbild die Diagnose Koxarthrose erfüllt. Für die Anerkennung müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein:

  • Die erkrankte Person muss während ihres Arbeitslebens an mindestens zehn Tagen pro Tag Lasten von mindestens 20 Kilogramm getragen haben.
  • Das Gesamtgewicht der im Arbeitsleben bewegten Last muss mindestens 9.500 Tonnen betragen.
„Werden Symptome jahrelang ignoriert, droht ein chronischer Verschleiß, der nicht rückgängig gemacht werden kann.“

Dies betont Frank Westphal, stellvertretender Leiter der Abteilung Steuerung Rehabilitation und Leistungen der BG BAU. Er veranschaulicht die Belastung: „Zum Vergleich: Eine Kiste Wasser wiegt in etwa 17 Kilogramm. Schleppen Sie bis zur Rente jeden Tag zehn Kisten durch die Gegend, ist die Verschleißgefahr bereits sehr hoch.“

Grundregeln für das Heben und Tragen schwerer Lasten

Um das Risiko einer Hüftgelenksarthrose zu minimieren, sollten beim Heben und Tragen von Lasten ab 15 Kilogramm folgende Grundregeln beachtet werden:

  • Verwendung von Hebehilfen.
  • Lasten nach Möglichkeit aufteilen oder zu zweit tragen.
  • Nahe an die Last herantreten.
  • Anheben der Last mit geradem Rücken und nur so tief wie nötig aus der Hocke (nicht unter 90 Grad im Knie).
  • Last dicht am Körper halten.
  • Stützen, Kanthölzer und Säcke am besten auf der Schulter tragen.
  • Last gleichmäßig, ebenfalls mit geradem Rücken, absetzen.

Generell sollten Hohlkreuze, ruckartige Bewegungen, schwere einseitige Belastungen oder Verdrehungen beim Tragen vermieden werden, so Westphal.

01.08.2021

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