Messen und Veranstaltungen, Verbände und Organisationen

Europäischer Gartenpreis würdigt herausragende Gartenkunst und Landschaftskultur

Der Europäische Gartenpreis des EGHN wurde zum dritten Mal auf Schloss Dyck verliehen. Neun Finalisten aus 35 Nominierungen wurden für innovative Konzepte und die Qualität von Parks und Gärten ausgezeichnet. Die Baumschule Lorenz von Ehren unterstützte die Veranstaltung.

Auszeichnung für Engagement und innovative Konzepte

Die internationale Jury des Gartenpreises würdigte beim Sonderpreis der Stiftung nicht nur Gärten, sondern auch das Engagement von Einzelpersonen und Organisationen. Ein Schwerpunkt lag auf der Verbindung von privater und öffentlicher Nutzung.

Horst Forytta wurde für seine Initiative zum Garten von Marihn in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Mit überwiegend eigenen Mitteln und großem Engagement entwickelte er aus einem ehemaligen Englischen Landschaftsgarten eine Gesamtanlage, die alte Strukturen mit 20 neuen Gartenräumen verbindet.

Mrs. Gilly Drummond erhielt eine Würdigung für die Gründung des ersten Garden Trusts in Hampshire im Jahr 1984. Ihr Engagement führte zur Entstehung des Dachverbands "Association of Gardens Trusts", in dem 35 Vereinigungen zusammenarbeiten, um Wissen über Gärten zu vermitteln und wertvolle Gartenanlagen zu schützen.

Den ersten Platz in dieser Kategorie belegte die Porcinai Vereinigung und Archiv aus Florenz. Nachfahren, Freunde und Schüler des Landschaftsarchitekten Pietro Porcinai engagieren sich für die Bewahrung und Katalogisierung seiner Werke, Schriften und Pläne von über tausend Gärten. Damit wurde der umfassende Nachlass eines Landschaftsarchitekten aufgearbeitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Pietro Porcinai war bekannt für seine Neuinterpretation traditioneller Formen und die Verbindung von Vergangenheit und Moderne in seiner Gartengestaltung.

Innovativster zeitgenössischer Garten

In dieser Kategorie hob die Jury innovative Konzepte in europäischen Großstädten hervor. Dort wurden Nutzungsentscheidungen zugunsten neuer, hochwertiger Stadträume und Parks getroffen, die die Stadt- und Lebensqualität verbessern.

Der "Ostpark" in Berlin, ein neuer Park auf der ehemaligen Bahnfläche des Gleisdreiecks, wurde als Finalist gewürdigt. Der Promenadenpark "Madrid Rio" in Madrid überzeugte die Jury durch seinen Masterplan zur Umgestaltung innerstädtischer Flussuferbereiche.

Der Preis für das beste zeitgenössische Konzept und Design ging an die "Berges du Rhône" in Lyon. Das linksseitige, vormals vergessene Flussufer der Rhône mit über 2.000 Parkplätzen wurde auf fünf Kilometern zu einer Erlebnisfläche für Erholung, Sport und Events umgestaltet.

Beste Weiterentwicklung eines historischen Parks

In der Kategorie "Beste Weiterentwicklung eines historischen Parks" wurden drei Finalisten ausgewählt, die unterschiedliche Konzepte verfolgten, aber zu einer Aufwertung der Anlagen führten.

Die zwölf Gärten rund um das Schloss Chatonnière an der Loire nehmen emotionale Themen auf und sind mit der umgebenden Landschaft gestalterisch verbunden.

Der Museumsgarten im belgischen Gaasbeek bietet Einblicke in alte Anbaumethoden von Obst und Gemüse. Mit seiner Vielfalt an Spalierobst verbindet er gärtnerisches Fachwissen mit einem Gartenerlebnis.

Gewinner dieser Kategorie wurde der Park von Schloss Egeskov in Dänemark. Neue Gartenbereiche fügen sich behutsam in die historische Substanz mit bis zu acht Meter hohen und über 200 Jahre alten Hecken ein. Der private Eigentümer Michael Graf Ahlefeldt-Laurvig-Bille ermöglicht den über 200.000 Besuchern pro Jahr Einblicke in die Geschichte, Sammelleidenschaft, Kunst- und Gartenliebe.

Das Europäische Gartennetzwerk EGHN fördert mit dem Europäischen Gartenpreis das Bewusstsein für Parks und Gärten und würdigt zukunftsweisende Konzepte und Projekte. Eine internationale Jury nominiert jährlich Gärten, Parks, Initiativen oder Personen.

Die Jury setzte sich zusammen aus: Roswitha Arnold (D), Ed Bennis (GB), Gunnar Ericson (S), Stephan Lenzen (D), Mariachiara Pozzana (I), Alan Thornley (GB) und Jens Spanjer (D). Nach der Preisverleihung im Festsaal von Schloss Dyck konnten die Gäste die Licht- und Klanginszenierung "Illumina" im Park erleben.

05.09.2012

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Stiftung Schloss Dyck

Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur
41363Jüchen
Deutschland

Tel.:(02182) 824-0
Fax:(02182) 824-110

E-Mail:
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