Deutsche Dominanz bei den Caterpillar Fahrermeisterschaften
Vier deutsche Fahrer haben bei den europäischen Fahrermeisterschaften von Caterpillar in Málaga die ersten fünf Plätze belegt. Das deutsche Team setzte sich gegen 17 Baumaschinen-Profis aus acht Nationen durch.
Das deutsche Fahrer-Team hat bei den europäischen Fahrermeisterschaften, die Caterpillar in Málaga auf dem Demo- und Testgelände ausgetragen hat, für eine große Überraschung gesorgt. Alle vier teilnehmenden Fahrer aus Deutschland finden sich auf den ersten fünf Plätzen.
Der Wettbewerb, der als Gradmesser für professionelle Baumaschinenfahrer gilt, forderte die Teilnehmer drei Tage lang im Umgang mit Dozer, Deltalader und Dumper.
Sebastian Behr gewinnt zum dritten Mal
Sebastian Behr, Titelverteidiger von 2014 und 2007, sicherte sich erneut den ersten Platz. Er gewann in sechs Disziplinen und absolvierte alle Aufgaben in 20 Minuten und 14 Sekunden mit den wenigsten Fehlern. Sein Vorsprung vor dem Zweitplatzierten aus Großbritannien betrug vier Minuten.
Als Preis erhält Sebastian Behr eine USA-Reise für zwei Personen nach Peoria und Las Vegas. Diese beinhaltet Business-Flüge, Limousinen-Service und Hotel-Suite. Auf dem Programm stehen ein Helikopterrundflug über den Grand Canyon, ein Musical-Besuch und ein Abstecher ins Spielkasino. Zudem erhält er Einblicke in zukünftige Baumaschinentechnologien bei einem Besuch von Caterpillars Technik-Center, wo er mehr über den 3D-Druck für Cat Baumaschinen und das Virtual-Reality-Labor erfahren wird.
Weitere deutsche Erfolge
Neben Sebastian Behr erreichten weitere deutsche Fahrer Spitzenplatzierungen:
- Holger Quehl belegte den dritten Platz.
- Robert Weiss erreichte den vierten Platz.
- Wolfgang Rathei sicherte sich den fünften Platz.
Wolfgang Rathei nahm bereits 2014 an den europäischen Fahrermeisterschaften teil.
Aber auch die Plätze drei, vier und fünf sind eine überragende Leistung, zu der wir allen herzlich gratulieren.
Alle deutschen Fahrer verfügen über mehr als 30 Jahre Erfahrung mit Baumaschinen. Während Wolfgang Rathei einen Radlader bevorzugt, arbeiten Sebastian Behr und Robert Weiss vorzugsweise mit einem Kettenbagger. Robert Weiss, der bereits verschiedene Geräte bedient hat, ist vom Kettenbagger beeindruckt, da er große Materialmengen mit geringem Aufwand bewegen kann. Holger Quehls Fähigkeiten wurden durch einen Cat 953 Laderaupe geprägt; heute setzt er hauptsächlich einen Cat Kettenbagger 323E ein.
Erfahrung und Fachwissen als Erfolgsfaktoren
Hagar Valentin, Leiterin des Zeppelin Fahrerclubs, die die Fahrer zusammen mit Peter Kirch betreute, führt den Erfolg auf die fundierte Ausbildung und langjährige Erfahrung der Fahrer zurück.
Sie haben den Umgang mit Baumaschinen von der Pike auf gelernt und sind meistens schon seit ihrer Kindheit damit vertraut.
Caterpillar nutzte das Know-how des Zeppelin Fahrerclubs. Im Vorfeld des Wettbewerbs wurde der Club bezüglich der professionellen Ausrichtung eines solchen Events konsultiert. Zudem erwarb Caterpillar eine vom Zeppelin Fahrerclub entwickelte App zur schnelleren und übersichtlicheren Dokumentation von Ergebnissen, inklusive Zeit, Fehlern und Strafpunkten. Der Zeppelin Fahrerclub gilt laut Caterpillar als führend unter allen Händlern.
Zukunft der Fahrermeisterschaften
Ein Fernsehteam des Senders DMAX begleitete die Baumaschinen-Profis in Málaga und plant, die Vorentscheide in Deutschland im nächsten Jahr zu dokumentieren. Die Fahrermeisterschaft soll zukünftig internationaler werden. Der beste Fahrer Europas im nächsten Jahr qualifiziert sich für die Baumaschinen-Weltmeisterschaft, die Caterpillar 2020 ausrichten will.
Jeder ist herzlich eingeladen, dann Sebastian Behr herauszufordern.
