Bedeutung ökologischer Garten- und Grünraumgestaltung
In Innsbruck wurde zum fünften Mal der European Award for Ecological Gardening verliehen. Die Auszeichnungen überreichten Präsident Wolfgang Sobotka, Naturschutzlandesrat René Zumtobel und Christa Lackner, Geschäftsführerin von „Natur im Garten“. Die Veranstaltung hob die Bedeutung ökologischer Garten- und Grünraumgestaltung sowie deren naturnahe Pflege für den Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt in Siedlungsräumen hervor.
Der ökologische Gedanke der eingereichten Projekte zeigt, wie Natur- und Umweltschutz direkt vor der eigenen Haustüre gesichert und gefördert werden können.
Insgesamt gab es 72 Einreichungen aus zehn europäischen Nationen. Dies unterstreicht die Relevanz des Awards. Wolfgang Sobotka, Präsident der „European Garden Association – Natur im Garten International“, betonte, dass die fünfte Auflage der Verleihung erneut die Vielfalt und Innovationskraft der Projekte aus vielen europäischen Ländern gezeigt habe. Der ökologische Gedanke für Gärten und Grünflächen gewinne international weiter an Bedeutung.
Landesrat René Zumtobel wies darauf hin, dass der hohe Lebensstandard zu vielen versiegelten Flächen und weniger naturbelassenen Böden führe. Daher sei es wichtig, achtsam mit heimischen Pflanzen und Tieren umzugehen und diese zu schützen. Auch in Tirol steige das Interesse am naturnahen Gärtnern kontinuierlich.
Christa Lackner, Geschäftsführerin von „Natur im Garten“, informierte, dass Gärten und Grünräume als Orte der Ruhe und Erholung sowie als Naherholungszonen an Bedeutung gewinnen. Angesichts des Klimawandels und des Verlusts der Artenvielfalt sei es entscheidend, nachhaltige Projekte mit Vorbildcharakter zu würdigen, die ökologische, soziale und gesundheitliche Aspekte verbinden.
Drei Siegerprojekte in verschiedenen Kategorien
Eine internationale Jury unter der Leitung von Bio-Gärtner Karl Ploberger wählte die Gewinnerprojekte aus. In der Kategorie „Klimafitte kommunale Grünflächen“ siegte die Stadtgemeinde Baden mit dem Projekt „Gartenstadt Baden – Ökologie trifft Welterbe“.
Der Preis in der Kategorie „Lernen im Garten – Naturerlebnisgärten in Kindergärten, Schulen & Bildungseinrichtungen“ ging an den „Klimaatspeelplaats“ der VBS Sint-Paulus in Kortrijk, Belgien. Das deutsche Projekt „Der erste Berliner Piko-Park: mitmachen, erleben, genießen“ wurde in der Kategorie „Gärten für Besucherinnen und Besucher mit dem Schwerpunkt der Sensibilisierung von Menschen für mehr Biodiversität und ökologisches Gärtnern“ ausgezeichnet.
Der European Award for Ecological Gardening 2023 prämiert realisierte, qualitativ hochwertige Projekte und Leistungen, die ökologisches Gärtnern zur Grundlage haben. Gesucht werden innovative und nachhaltige Projekte mit Vorbildcharakter, die naturnah gestaltet und ökologisch gepflegt werden und auch soziale sowie wirtschaftliche Aspekte integrieren können.
Die Teilnahme stand allen Interessierten offen, insbesondere Gärtnern, Planungsbüros, Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Forschungseinrichtungen, Initiativen und Vereinen aus allen europäischen Nationen. Der Preis wird vom Land Niederösterreich und dem Verein „European Garden Association - Natur im Garten International“, der „Natur im Garten“ GmbH sowie der „Natur im Garten“ Service GmbH verliehen. Die europaweite Auszeichnung erfolgt durch eine internationale Fachjury.
Die Jury wählt pro Kategorie ein Gewinnerprojekt aus. Die Preisverleihung war Teil eines Rahmenprogramms, das den Austausch und die Diskussion internationaler Trends, Aktionen und Visionen rund um das Thema Garten förderte.
