Ergebnisse einer aktuellen Branchenumfrage
Die Planung von Sortimenten und Bestellungen erfordert eine fundierte Datenbasis, um Fehlentwicklungen wie Überproduktionen oder Engpässe zu vermeiden. Aktuelle Beispiele aus anderen Branchen, etwa im Automobilsektor mit Überbeständen an Elektrofahrzeugen und langen Lieferzeiten bei Verbrennern, verdeutlichen die Notwendigkeit präziser Marktanalysen.
Für den Garten- und Landschaftsbau stellen sich ähnliche Fragen bezüglich der Antriebstechnologien in Maschinen- und Geräteparks. Relevante Aspekte umfassen den aktuellen Stand der Antriebstechnologien, die kurz- und mittelfristige Entwicklung der Fuhrparks, die Bedeutung von Preis und Marke bei Anschaffungen sowie den Informationsbedarf bezüglich der Akku-Technologie.
Eine im ersten Quartal 2024 in Kooperation mit dem Verlag markt intern durchgeführte Umfrage zum Einsatz akkubetriebener Maschinen und Geräte im GaLaBau liefert hierzu aktuelle Einblicke. Die Befragung, die durch die Verlosung von Akku-Trennschleifern unterstützt wurde, verzeichnete eine solide Beteiligung.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich knapp zwei Drittel der GaLaBau-Betriebe (62 %) ausreichend über Akku-Technologie informiert fühlen. Dies bedeutet jedoch auch, dass bei 38 % der Teilnehmer weiterhin Informationsbedarf besteht. Der Fachhandel spielt hier eine zentrale Rolle, da er für 89 % der Betriebe der erste Ansprechpartner und wichtigste Beschaffungspunkt ist. Das Internet oder Baumärkte werden von lediglich 11 % als Alternative genannt.
Leistungsfähigkeit und Informationsbedarf im Fokus
Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit akkubetriebener Profigeräte für den GaLaBau schätzen nur 63 % der Befragten diese als ausreichend ein. Angesichts der schnellen Entwicklung in diesem Bereich ist eine gezielte Kommunikation und Information der Betriebe notwendig. Dies kann in Zusammenarbeit mit Markenpartnern erfolgen, deren Produktinformationen überwiegend als sehr gut bewertet werden.
Ein weiteres wichtiges Ergebnis betrifft die Lagerung und das Laden von Lithium-Ionen-Batterien. Die Umfrage zeigt, dass GaLaBau-Betriebe nahezu ausschließlich mit zwei oder mehr Akkus pro Gerät arbeiten (94 %). Dennoch verfügen lediglich 9 % der Umfrageteilnehmer über einen speziellen Lade- und Lagerschrank. Dies deutet auf einen erheblichen Bedarf an entsprechenden Lösungen hin, zumal 92 % der Betriebe erwarten, dass der Anteil akkubetriebener Maschinen in ihren Fuhrparks innerhalb der nächsten zehn Jahre auf über 70 % steigen wird. Stationäre oder mobile Ladelösungen werden somit unverzichtbar, auch unter Berücksichtigung von Vorgaben durch Versicherungen, Immobilienverwalter und Berufsgenossenschaften.
Anschaffungskriterien und aktuelle Markttrends
Bei der Neuanschaffung von Maschinen und Geräten zeigt sich, dass der Preis im Vergleich zu Marke und Antriebsart eine geringere Bedeutung hat. Für rund 60 % der Befragten spielt die Marke eine entscheidende Rolle, während für 55 % der Preis ein Hauptargument ist. Die Antriebsart ist ebenfalls von hoher Relevanz, da jeder zweite GaLaBau-Betrieb (53 %) von seinen Auftraggebern mit Auflagen hinsichtlich der Antriebsform konfrontiert wird. Insbesondere Gemeinden, Kommunen und private Auftraggeber fordern für Arbeiten in emissions- und immissionssensiblen Bereichen den Einsatz akkubetriebener Elektrogeräte.


