Fusion stärkt Interessenvertretung des GaLaBaus in Norddeutschland langfristig
Die Verbände des Garten- und Landschaftsbaus in Hamburg und Schleswig-Holstein rücken enger zusammen: Beide Landesverbände haben auf ihren Mitgliederversammlungen Ende März und Anfang April mehrheitlich für eine Verschmelzung gestimmt. Damit wird ein langjähriger Prozess erfolgreich abgeschlossen und die Grundlage für eine gemeinsame Interessenvertretung im Norden geschaffen.
Bereits vor über zwei Jahrzehnten war ein Zusammenschluss diskutiert worden, scheiterte jedoch damals an der erforderlichen Mehrheit. Nun konnte ein tragfähiges Konzept überzeugen, das die Vorteile einer Fusion klar herausstellt und die Bedürfnisse der Mitgliedsbetriebe berücksichtigt.
Breite Zustimmung in beiden Landesverbänden
Sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Hamburg fiel die Entscheidung deutlich aus. Während die Mitglieder in Schleswig-Holstein nahezu einstimmig votierten, sprach sich auch in Hamburg eine klare Mehrheit für den Zusammenschluss aus. Damit ist der Weg für die Umsetzung in den kommenden Jahren frei.
„Das ist ein riesiger Erfolg für unsere Fachbetriebe und unsere Branche hier im Norden! Die Verschmelzung der beiden Landesverbände wird das Fundament dafür bilden, die verbandliche Interessensvertretung des Garten- und Landschaftsbaus in Schleswig-Holstein und Hamburg langfristig zukunftsfähig aufzustellen und Ressourcen sowie Kräfte zu bündeln“
Die enge Zusammenarbeit beider Verbände besteht bereits seit Jahren. Viele Betriebe sind in beiden Bundesländern tätig oder sogar doppelt organisiert, was die Fusion zu einem logischen Schritt macht.
„Für uns war dieser Schritt schon lange überfällig, und er ist ein Beweis für das Vertrauen unserer Mitglieder in ihre Fachverbände.“
Intensive Vorbereitung als Erfolgsfaktor
Im Unterschied zum gescheiterten Anlauf aus dem Jahr 2003 wurde der aktuelle Prozess umfassend vorbereitet. Nach einem Grundsatzbeschluss im Jahr 2024 arbeiteten Vertreter beider Verbände in zahlreichen Arbeitsgruppen an einem gemeinsamen Konzept.
In mehr als 20 Treffen wurden Strukturen, Organisation und zukünftige Ausrichtung abgestimmt. Ziel war es, eine Lösung zu entwickeln, die ohne Nachteile für die Mitgliedsbetriebe auskommt und gleichzeitig Synergien nutzt.
Im Fokus standen dabei Effizienzgewinne und eine stärkere Bündelung von Ressourcen.
„Wir sparen Zeit, personelle Energie und Geld. Davon werden am Ende alle profitieren“
Fusion bringt strukturelle Vorteile
Mit der Verschmelzung entsteht eine leistungsfähigere Organisation, die die Interessen der Branche künftig gebündelt vertreten kann. Für Betriebe im Garten- und Landschaftsbau bedeutet dies unter anderem eine effizientere Verbandsarbeit und verbesserte Serviceangebote.
Die bestehende Infrastruktur bleibt dabei weitgehend erhalten. Insbesondere die Standorte der überbetrieblichen Ausbildung werden weiterhin in beiden Bundesländern betrieben, um die regionale Nähe zu sichern.
Umsetzung bis 2026 geplant
Die formale Fusion soll im Jahr 2026 abgeschlossen werden. Bis dahin werden die notwendigen organisatorischen und rechtlichen Grundlagen geschaffen. Dazu zählen unter anderem die Ausarbeitung einer gemeinsamen Satzung, die Beitragsordnung sowie die Bildung eines neuen Präsidiums.
Als künftiger Sitz der gemeinsamen Geschäftsstelle ist das Hamburger Haus des Landschaftsbaus vorgesehen. Damit wird ein zentraler Standort geschaffen, während gleichzeitig die regionale Verankerung erhalten bleibt.
Mit dem Zusammenschluss stellen sich die beiden Landesverbände strategisch neu auf und schaffen eine stabile Basis für die zukünftige Entwicklung des Garten- und Landschaftsbau in Norddeutschland.

