Naturschutz

Flächenmanagement gewinnt weiter an Bedeutung

06.11.2013

Nachhaltiges Flächenmanagement soll den Flächenverbrauch weiter senken. Bayern setzt auf Innenentwicklung, Flächenrecycling und digitale Werkzeuge, um Kommunen zu unterstützen und den Umgang mit Bodenressourcen langfristig zu optimieren.

Innenentwicklung und Flächenrecycling als zentrale Ansätze für nachhaltige Flächennutzung

Ein nachhaltiges Flächenmanagement bleibt ein zentraler Baustein, um den Flächenverbrauch dauerhaft zu reduzieren. Darauf weist Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber im Rahmen des Jubiläums des „Bündnis zum Flächensparen“ hin. Ziel ist es, die Inanspruchnahme von Flächen langfristig deutlich zu senken.

"Wir wollen die natürlichen Lebensgrundlagen unserer Heimat aktiv schützen. Dazu zählen vor allem Wasser, Luft und die endliche Ressource Boden."

Langfristig wird eine Reduzierung des Flächenverbrauchs bis hin zu einem Wert von null angestrebt. Das Bündnis gilt dabei als Beispiel für kooperativen Umweltschutz und bündelt die Zusammenarbeit verschiedener Akteure aus Politik, Kommunen und Verbänden.

Innenentwicklung und Flächenrecycling im Fokus

Zu den wichtigsten Instrumenten zählen die verstärkte Innenentwicklung in Kommunen, interkommunale Kooperationen sowie die Wiedernutzung bereits erschlossener Flächen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, neue Flächeninanspruchnahmen zu vermeiden und bestehende Potenziale besser zu nutzen.

Um die Umsetzung zu unterstützen, stellt der Freistaat praxisorientierte Werkzeuge bereit. Dazu gehören eine Flächenmanagement-Datenbank sowie ein „Folgekosten-Schätzer“, der Kommunen bei der Bewertung neuer Flächenentwicklungen unterstützt.

Regionale Ansätze und Informationsangebote

Künftig soll das Engagement stärker regional ausgerichtet werden. Eine gezielte Informations- und Überzeugungsoffensive soll insbesondere kommunale Entscheidungsträger und Bürger für einen bewussten Umgang mit Flächen sensibilisieren.

"Denn vor Ort werden aus globalen Ideen regionale Erfolge"

Ergänzend wurde mit dem „Bayerischen Flächenspar-Forum“ eine Plattform für den Austausch zwischen Kommunen, Behörden und Planern geschaffen. Auch die Wanderausstellung „Wie wohnen? Wo leben? Flächen sparen - Qualität gewinnen“ trägt zur breiten Öffentlichkeitsarbeit bei und wurde bereits an zahlreichen Standorten gezeigt.

Flächenverbrauch rückläufig

Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Der tägliche Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrsflächen in Bayern liegt aktuell bei rund 17 Hektar und damit deutlich unter dem Höchststand von 28,4 Hektar im Jahr 2000.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Teil dieser Flächen weiterhin als Grün- und Freiflächen genutzt wird und nicht vollständig versiegelt ist. Dennoch bleibt die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme ein zentrales Ziel, insbesondere zum Schutz hochwertiger landwirtschaftlicher Böden.

Breites Bündnis als Träger

Das „Bündnis zum Flächensparen“ wurde 2003 gegründet und hat sich seitdem zu einem wichtigen Netzwerk entwickelt. Aus ursprünglich 23 Partnern ist ein Zusammenschluss von inzwischen 52 Institutionen geworden.

Das Bündnis unterstützt Kommunen mit konkreten Instrumenten und fördert den Wissenstransfer rund um nachhaltige Flächennutzung. Damit leistet es einen wesentlichen Beitrag zur ressourcenschonenden Entwicklung von Siedlungs- und Freiräumen.

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