Mehr Fördermittel für Bioenergie, Biomasse und nachhaltige Rohstoffprojekte
Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) verwaltet 2016 als Projektträgerin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ein Fördermittelbudget von 61 Mio. Euro. Damit stehen zwei Millionen Euro mehr zur Verfügung als im Vorjahr.
Mit den Mitteln fördert die FNR Forschung, Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit zu nachwachsenden Rohstoffen auf Basis des überarbeiteten Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“. Dieses wurde 2015 umfassend neu ausgerichtet und an die Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung angepasst.
Bioenergie und technische Anwendungen im Fokus
Zusätzlich zum regulären Förderbudget stehen 2016 weitere 24,7 Mio. Euro aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ (EKF) der Bundesregierung für Bioenergieprojekte bereit.
Aktuell unterstützt die FNR rund 600 Vorhaben mit einer Gesamtfördersumme von knapp 193 Mio. Euro. Den größten Anteil am Fördervolumen nehmen Bioenergieprojekte sowie chemisch-technisch orientierte Vorhaben mit jeweils rund 30 Prozent ein.
Mehr als 20 Prozent der Fördermittel entfallen auf den Bereich „Erzeugung von Rohstoffen“. Dazu zählen Maßnahmen zur nachhaltigen und effizienten Bereitstellung von Biomasse aus Land- und Forstwirtschaft sowie züchterische Projekte.
Die übrigen Mittel verteilen sich auf die Bereiche Aufbereitung, gesellschaftlicher Dialog und übergreifende Themenfelder.
Neues Förderprogramm stärkt Bioökonomie
Mit dem im Mai 2015 gestarteten Förderprogramm verfolgt das BMEL das Ziel, die Weiterentwicklung der Bioökonomie gezielt voranzutreiben. Gefördert werden innovative Technologien, Verfahren und Produkte ebenso wie nachhaltige Energielösungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Nachhaltigkeit sowie der stärkeren Berücksichtigung gesellschaftlicher Erwartungen. Dazu definiert das Förderprogramm übergreifende Ziele wie Effizienzsteigerung, internationale Kooperationen und den Ausbau des gesellschaftlichen Dialogs.
Das Programm gliedert sich in fünf Förderbereiche und zehn neue Förderschwerpunkte. Diese werden durch gezielte Bekanntmachungen und Förderaufrufe weiter konkretisiert.
Praxisrelevanz für nachhaltige Materialien und Biomasse
Für den Garten- und Landschaftsbau gewinnen nachwachsende Rohstoffe insbesondere bei nachhaltigen Materialien, Biomassekonzepten und ressourcenschonenden Verfahren zunehmend an Bedeutung. Die Fördermaßnahmen sollen dazu beitragen, innovative Anwendungen schneller in die Praxis zu überführen.
Der aktuelle Jahresbericht der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe steht online in der Mediathek der Organisation zum Download bereit und kann dort ebenfalls bestellt werden.
