FNR übernimmt die Projektverwaltung für den Waldklimafonds
Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) hat zum 1. Januar 2019 die Projektträgerschaft für den Waldklimafonds übernommen. Die Bearbeitung und Begleitung der Projekte erfolgt künftig durch das Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) bei der FNR. Damit löst die FNR die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in dieser Funktion ab.
Der Waldklimafonds wurde 2013 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) auf Basis eines Beschlusses des Deutschen Bundestages eingerichtet und gemeinsam gesteuert. Er dient der spezifischen Förderung von Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel sowie zum Erhalt und Ausbau des CO2-Minderungspotenzials von Wald und Holz.
Für das Jahr 2019 stellen BMEL und BMU gemeinsam 24,5 Millionen Euro für die Projektförderung aus dem Waldklimafonds bereit. Seit seiner Auflage unterstützte die Bundesregierung über 170 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 55 Millionen Euro.
Förderthemen und Projekte im Überblick
Die Förderthemen umfassen unter anderem die Wasserknappheit in Wäldern infolge des Klimawandels, die Stresstoleranz von Baumarten in trockenem Klima, die Kohlenstoffbilanz bei der Renaturierung von Moorwäldern und die Bereitstellung von Forstvermehrungsgut für einen klima- und standortgerechten Wald der Zukunft.
Weitere Projekte widmen sich dem Holzbau unter dem Einfluss des Klimawandels, der Entwicklung technisch anspruchsvoller Lösungen für das Bauen mit Laubholz sowie der Entwicklung von Smartphone-Apps und Geocaches zu den Themen Wald, Holz und Klimawandel.
Projektskizzen und -anträge zu den Förderschwerpunkten des Waldklimafonds nimmt das KIWUH entgegen.
Hintergrund und Ziele des Waldklimafonds
Die Klimaziele der Bundesregierung sehen eine Reduktion des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase um 40 Prozent bis 2020 gegenüber 1990 vor. Bis 2030 soll dieser Wert um 55 Prozent unter das Niveau von 1990 sinken; für 2050 ist eine Reduktion von mindestens 80 Prozent gegenüber dem Ausgangswert angestrebt.
Wald und Holz spielen aufgrund ihrer Fähigkeit, Kohlendioxid zu binden und langfristig als Kohlenstoff zu speichern, eine wichtige Rolle beim Klimaschutz. Das Förderprogramm Waldklimafonds wurde im Juni 2013 als Bestandteil des Energie- und Klimafonds unter gemeinsamer Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) und des Bundesumweltministeriums (BMU) ins Leben gerufen. Von Januar 2014 bis Dezember 2018 betreute die BLE den Waldklimafonds als Projektträger.
